Deutliche Worte am Postkeller
Tennisclub entlastet Öffentliche Hand

"Wir sind der TC Postkeller. Uns geht es gut." Vorsitzender Niko Kühnhackl betonte bei der Jahreshauptversammlung, dass sein Verein finanziell nicht nur eine Handbreit Wasser unterm Kiel habe, sondern auf hoher See voll manövrierfähig sei. Dies komme der Jugend zugute.

Die Erwachsenen hätten die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge mitgetragen. "Wir sind vor allem bei den Jugendlichen und Kindern bei weitem günstiger als anderswo und auch in Weiden nicht die teuersten." Um den Tennissport in Weiden stehe es gut, etwa im Vergleich zu Amberg.

Dem TC sei natürlich schon auch klar, dass die kommunale Sportförderung vor besonderen Herausforderungen stehe. Aber: "Kein Verein kommt ohne Unterstützung aus." Kühnhackls Dank galt allen voran OB Kurt Seggewiß. "Die Grundstücke wurden erworben und langfristig verpachtet." Ferner habe sich ein Turniersponsor aufgetan. Der Verein werde ehrenamtlich betrieben: "Wir bezahlen mit unserer Zeit, mit unserem Knowhow und unserem Engagement", sagte Kühnhackl. Die Zeiten für nicht kommerziellen Sport seien schon "komisch". Kommerzielle Unternehmen würden begünstigt, indem Breitensport in kommunalen Haushalten zur freiwilligen Leistung herabgestuft werde. Solidarität sei nur noch eine Worthülse. "Das haben wir nicht verdient."

Öffentliche Hand entlastet


Die Potenziale des Sports könnten nur durch die Vernetzung in der Sozial-, Jugend- und Bildungspolitik voll genutzt werden. Kühnhackl: "Noch einmal: Der TC Postkeller leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Er entlastet die öffentliche Hand. Es ist nun an anderen Stellen erforderlich, Weichen zu stellen."

Der Verein setzt weiter auf die Jugend. "Uns ist die Jugend lieb und teuer. Teuer im wahrsten Sinne des Wortes." Es gehe um Ausgleich, Bewegung, Miteinander. Drei Säulen für ein gelingendes Leben. Das gebe es beim TC. "Wir brauchen keine Glücks-Ratgeber oder Lebensweisheits-Gurus." Gemeinsamer Sport stärke Leib und Seele. Denn nichts sei schöner als Erfolg.

Im sportlichen Bereich sei alles in Ordnung. Die Damen hätten eine hervorragende Landesliga gespielt, die Herren den Aufstieg in die BK 1 gefeiert. Die Erfolge des Junior-Teams aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen, sagte der Vorsitzende. Nicht zu vergessen die eigene Plattform für Jugend-Tennis-Förderung.

Kaum ein Verein habe eine derart lange Tradition einer Jugend-Turnierserie wie der TC Postkeller. Seit mehr als 30 Jahren würden am Postkeller Jugendturniere durchgeführt. International habe Leo Gomez Islinger auf sich aufmerksam gemacht, der in der Horizon League, der amerikanischen Hochschulliga, zum dritten Mal zum "Player of the Week" gewählt wurde.

Ehrungen


Für 25-jährige Treue wurden Jörg Baade, Angela Baumann, Dr. Wolfgang Baumann, Annette Baumann, Matthias Baumann, Hans-Peter Lang, Jürgen Nessmayr, Eva Schreyer und Edith Meier geehrt. Urkunden für 10-jährige Vereinszugehörigkeit bekamen Linda Scharnagl, Simon Scharnagl und Victor Scharnagl.

Ergebnisse der NeuwahlenDie Neuwahlen brachten folgende Ergebnisse: Vorsitzender Niko Kühnhackl, Stellvertreter Jürgen Nessmayr, Ressort Finanzen Stefanie Weber, Leitung Ressort Sport Julika Gomez Islinger, Teamsport, Nachwuchs, Jugend Jürgen Nessmayr, Administration Johann Roidl, Kontakt Stadtverband Sebastian Steindl, Jugendsprecher Luisa Fritsch und Johannes Reis, Clubausschuss: Inge Schröpf, Ute Lehmann, Petra Schöner, Andreas Ehmann und Alexander Lang. Kassenrevisoren Günter Görner und Hans-Peter Lang. (uz)
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