Gesperrte Mehrzweckhalle: Großveranstaltung fällt aus
Narrhalla sagt Lumpenball ab

Da beißt die Maus keinen Faden ab und es ging auch nicht mit dem Teufel zu, sondern hatte ganz irdische Gründe: Wegen der Sperrung der Mehrzweckhalle fällt der Lumpenball (hier eine Aufnahme vom Februar) heuer aus. Archivbild: Kunz
Freizeit
Weiden in der Oberpfalz
16.12.2015
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Wer suchet, der findet - nicht. Die Narrhalla hat eine Menge Alternativen zur Mehrzweckhalle (MZH) geprüft. Aber keine passende gefunden. Deshalb fällt der Lumpenball diesmal aus. Immerhin: Eine andere Faschings-Großveranstaltung ist gerettet.

Eine Halle herbeizaubern können die "Isartaler Hexen" auch nicht. Die Musikgruppe hätte am 30. Januar eigentlich "das Zuckerl" beim Lumpenball der Narrhalla sein sollen, wie Präsident Gerhard Ertl sagt. Daraus wird nun nichts. Der Ausschuss beschloss, den Ball in dieser Session zu streichen.

Eigentlich hätte er in der MZH steigen sollen. Nach deren Umwidmung in eine Notunterkunft für Flüchtlinge prüfte die Narrhalla laut Ertl ohne Erfolg Alternativen. Max-Reger-Halle? An diesem Tag jedoch belegt. Ein großes Zelt auf dem Festplatz? Zu teuer. Vereinshaus? Mit Platz für 350 Leute zu klein für eine Veranstaltung mit bis zu 1000 Besuchern - und die Narrhalla wolle keine Massen vor der Tür abweisen. Auch andere Ideen erwiesen sich als unbrauchbar. Mehr Erfolg hatte die Narrhalla immerhin bei ihrem großen Kinderfasching. Der weicht von der MZH in die Reger-Halle aus. Auch die Preise für Verköstigung dort halten sich nach Verhandlungen in Grenzen. Das war Ertl wichtig, damit auf die Familien nicht zu hohe Kosten zukommen.

Anders sieht es für die Narrhalla selbst aus. Nicht nur, dass ihre wichtigsten Einnahmen wegfallen - mit dem Erlös aus dem Catering, das sie nur in der MZH in Eigenregie betreiben konnte, wollte sie die Ausgaben für die kommende Session bestreiten. Auch die "Hexen" lassen sich so kurzfristig nicht kostenlos stornieren - "ein mittlerer fünfstelliger Betrag", so Ertl. Wobei es hier noch Gespräche gebe, ob vielleicht jemand anders die Kosten übernimmt. Ob die Zukunft wirklich duster aussieht, weiß aber noch keiner. Abgerechnet wird erst am Ende des Faschings. Bis dahin wird es laut Ertl auch Gespräche mit der Stadt gegeben haben. Darüber, ob der Lumpenball 2017 in der MZH steigen kann. Die Band dafür ist schließlich auch schon gebucht. Die "Breznsalzer". Dem Namen nach können aber auch sie nicht zaubern.
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