Neue Attraktionen auf Volks- und Schützenfest
Eine Brauerei auf vier Rädern

Erstmals gab's auf dem Volksfest eine Schau-Brauerei. "Fertiges" Bier gab's auch bei Natalja Kausich.
 
Am Sonntag sorgten die "Ganoven" für Stimmung im Festzelt.

Die Verantwortlichen des Volks- und Schützenfestes gehen neue Wege. Zum Auftakt präsentierten sei am Wochenende zwei neue Attraktionen. So gab es eine Oldtimer-Parade und eine Schau-Brauerei, ebenfalls auf vier Rädern.

"Herbie" mit der Nummer 53, der tolle Käfer, hatte schon viel Rost angesetzt, konnte sich aber durchaus noch auf den Rädern halten. Viel besser beieinander war Josef Völkls "Hansa 1100" Baujahr 1938 in dem auch eine Riesenportion "Goliath" steckte. Das Auto stammte aus den Bremer-Hastedter Hansa-Lloyd-Werken. Ein Fahrzeug mit Geschichte.

Beliebte Fotoobjekte


Jedes der 21 Fahrzeuge, vom Mercedes bis Porsche, vom US-Straßenkreuzer bis zum Mini-Wohnmobil, die am Sonntagnachmittag auf dem Volksfestplatz unter dem Kettenkarussell für zwei Stunden Stellung bezogen, hätte wohl die eine oder andere Geschichte erzählen können. Alles Oldtimer, die der Stammtisch "Classic Team" vom AMC unter Leitung von Jans-Jürgen Krause auffahren ließ.

Die Festplatzbesucher staunten nicht schlecht, als die Oldtimer-Parade durch die Budenstraßen Richtung Festzelt fuhr. Hinterher wollte man zwar den kürzeren Weg hinterm Festzelt nehmen. Der war aber durch eine Absperrung blockiert, weswegen die Automobile einmal mehr an den Imbissbuden und Karussells vorbei mussten.

Natürlich waren die Oldies beliebte Fotoobjekte. Jeder durfte sich vor seinem Lieblingsfahrzeug fotografieren lassen. Und natürlich war jeder Besitzer stolz, sein Sammlerstück zu erläutern. Die Oldie-Schau fand auf Einladung von Schützenmeisterin Carola Girisch statt.

Für die Würze sorgen


Die zweite Attraktion war keine Konkurrenz für Weidens Brauwesen. Das Sudwerk ist zu klein. Nur 40 Liter. Und bis es richtig schmeckt, braucht Brauer-Azubi Fabio Sollecito fünf Wochen Vorlaufzeit. Bis dahin ist das Volks- und Schützenfest längst vorbei. Seine Brauerei auf vier Rädern ist seit drei Jahren deutschlandweit unterwegs. "Meist sind wir auf Festen präsent."

Der Gedanke war, den Leuten draußen das Brauwesen näherzubringen. "Die sollen nicht nur das Bier an sich sehen, sondern die Arbeit, die dranhängt, Bier zu brauen." Die Brauerei sei voll funktionstüchtig. Allerdings: "Wir machen hier nur die Würze. Die Gärung würde eine Woche dauern und das Lagern noch einmal weitere vier Wochen."

Also nur für Anschauungszwecke. Deshalb sei das Gefährt, übrigens auf einem Anhänger gebaut, als Schau-Brauerei gedacht. Der Wagen eigne sich hervorragend dazu. "Da erkennt man was. Hier sieht man, wie das handwerkliche Brauen vor 50 Jahren stattgefunden hat." Sollecito, der sich derzeit im dritten Lehrjahr befindet: "Die Würze ist die Basis für das Bier."

Geschicklichkeit gefragt


Läuterbottich, Maischepfanne: Alles was das Brauerherz begehrt. Und alles picobello blitzblank sauber. Wer Lust hatte, konnte die Mini-Brauerei betreten, sich vom angehenden Braumeister die einzelnen Handgriffe erklären lassen. Wer eher auf Spiel und Spaß aus war, der durfte draußen seine Geschicklichkeit testen.

Wer es nämlich innerhalb einer Minute sechsmal schaffte, den Gummi über den Bügel zu ziehen und den dann an einer Bierflasche zu befestigen, der bekam als Preis eine Liter-Sonderflasche "Mönchshof". Und wer sich dafür zu ungeschickt anstellte, der konnte sich ja bei Kollegin Natalja Kausich gleich nebenan eine "Halbe" kaufen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.