Reisevortrag "Unbekanntes Zentralamerika"
Von der Oberpfalz in die Welt

Sabine Hoppe und Thomas Rahn berichteten von ihrer Reise. Bild: zpe

Zu sehen waren bemerkenswerte Fotos von Landschaften, Tieren, Menschen. Der Vortrag "Unbekanntes Zentralamerika" bewegte aber nicht nur deshalb. Sondern auch wegen der Geschichte, die hinter der Reise steckt.

Das unbekannte Zentralamerika faszinierte. Der Reisevortrag von Sabine Hoppe und Thomas Rahn erfreute sich riesigen Zuspruchs. Kein Wunder, kommen die Autoren doch aus der Region. So war der Gustav-von-Schlör-Saal fast ausverkauft. Rahn kommentierte die Bilder von der großen, sechsjährigen Reise des Paares, das inzwischen in Amberg lebt, mit ebenso großer Leidenschaft.

"Das Riesenreiseprojekt ist abgeschlossen", berichtete der Globetrotter. Pannen ja, Diebstähle und Überfälle nein. Als Fortbewegungsmittel hatten sich die beiden Oberpfälzer einen inzwischen fast 40 Jahre alten Mercedes Benz Kurzhauber, den schon der Vorbesitzer zu einem Wohnmobil umgerüstet hatte, ausgesucht. Mit ihrer "Paula" reisten die beiden über Asien, Amerika und Afrika. Oder anders: "Von Thansüß nach Thansüß."

Von der Oberpfalz ging es bis Singapur. Dort setzten die beiden in die Vereinigten Staaten über, fuhren bis Feuerland, dann mit dem Schiff nach Afrika zur letzten, 16 Monate langen Etappe ihrer Weltreise. In ihrem Vortrag erzählte Rahn aber von ihren Erlebnissen zwischen dem Süden der USA und dem Norden Kolumbiens, dem nördlichsten Punkt des südamerikanischen Kontinents.

Unterwegs mit "Paula"


Im August letzten Jahres kamen die Weltenbummler nach Thansüß zurück, wo die 130 PS starke "Paula" (Baujahr 1977) jetzt parkt. Der studierte Architekt und Forstwissenschaftler sowie die Lehrerin und Künstlerin haben die Umstellung gut weggesteckt. "Wir sind ja auch nie losgezogen, um uns anderswo niederzulassen. Wir wollten die Welt sehen und sie besser kennenlernen."

Und das ist den beiden gelungen. "Wir können Dinge, die man hört, besser einschätzen." Es sei sehr schön, wieder zu Hause zu sein. "Man lernt viele Dinge wieder zu schätzen, die man hier hat." In ihrem Beruf arbeiten sie derzeit noch nicht. "Wir werden die nächsten Jahre von unserer Reise berichten. Wir haben inzwischen deutschlandweit Anfragen."

Lange Vorbereitung


Das letzte halbe Jahr sei 24 Stunden am Tag davon geprägt gewesen, die Dia-Show vorzubereiten. Es mache Spaß, die Erfahrungen mit anderen zu teilen. "Das ist eine komplett ausfüllende Aufgabe." Was die Zukunft bringe: "Werden wir sehen." In der Max-Reger-Halle zeigte das Paar atemberaubende Bilder von Tieren, Menschen, Landschaften und Vulkanen. Erzählt wurde aber auch über die bürokratischen Hürden, die es an den Grenzkontrollen in den zentralamerikanischen Staaten zu bewältigen gibt. Anträge über Anträge, Formulare und Stempel, die am Ende gar nichts gelten, weil am Ende eben doch nur die Unterschrift irgendeines Grenzbeamten auf irgendeinem Zettel aus der Hosentasche zählt.
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