So denken Mitglieder des Single-Stammtischs über den Tag der Liebenden
Von Valentin "a bisserl genervt"

Freizeit
Weiden in der Oberpfalz
12.02.2016
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Allein, aber nicht einsam am Tag der Liebenden: Vier Singles verraten, wie sie zum Valentinstag stehen. Bild: Götz

Schaufensterscheiben, Zeitschriftencover, Süßwarenregale: Von fast überall springen einem derzeit rosarote Herzchen entgegen. Denn am Sonntag ist Valentinstag, der Tag der Liebenden. Was aber tun diejenigen am 14. Februar, die aktuell keinen Liebsten an ihrer Seite haben? Vier der Teilnehmer am Single-Stammtisch erzählen.

Am Vorabend des 14. Februar steigt der Single-Stammtisch. "Ich vermute fast, der Termin für das Treffen war Absicht", sagt Maria (34) lachend. Sie ist eine von derzeit 80 Singles im E-Mail-Verteiler der Stammtischfreunde. "Und mit Valentinstag habe ich kein Problem. Das ist doch alles nur durch die Süßwaren- und Blumenindustrie mächtig aufgebauscht." Sie persönlich werde den Tag nutzen, um Freunden und der Familie zu sagen, wie sehr sie sie schätzt. "Geschenke an dem Tag finde ich aber übertrieben", sagt Maria. Gäbe es demnach wieder einen Liebsten in Marias Leben, müsste der lange auf Schokolade und Blumen warten. "Dafür würde ich gern gemeinsam mit meinem Partner etwas unternehmen. Oder ihm Kaffee ans Bett bringen, falls er das mag."

Ganz anders sieht das Markus. Der 38-Jährige würde seiner Partnerin freilich etwas zum Valentinstag schenken. "Denn wenn man zu zweit ist, ist der Valentinstag etwas ganz Schönes", findet er und schränkt ein: "Aber allein ..." Da klingt ein wenig Enttäuschung beim Single durch. Trotzdem stören Markus die rosaroten Herzchen überall relativ wenig.

Andrea (36) dagegen, alleinerziehend, ist schon "a bisserl genervt" wegen des großen Aufhebens rund um den Valentinstag. "Man hat ja selbst nichts davon. Also ist das für mich ein Tag wie jeder andere." Wäre es das auch mit einem Partner an der Seite? "Bestimmt. Es sich zu zweit schön machen kann man schließlich auch an jedem anderen Tag."

Seit zehn Jahren geht Herbert (53) ohne feste Partnerin durchs Leben. "Glücksgefühle steigen demnach an Valentinstag nicht in mir auf." Vielmehr denke er am Sonntag daran, wie es wohl wäre, wieder jemanden an der Seite zu haben, sich zu verabreden, gemeinsame Pläne zu haben. "Auch die Gefühle aus der letzten Beziehung kommen wohl hoch."

Trübsal blasen will der Mann mit der nach eigener Auskunft romantischen Ader trotzdem nicht. "Wir treffen uns ja am Vorabend beim Single-Stammtisch. Da gibt's wie immer eine Riesengaudi. Lachen ist wichtig. Und das bewahre ich mir dann auch für den Valentinstag."

Hier geht's zum Single-StammtischAndrea, der Kopf des Organisationsteams Single-Stammtisch, informiert: Bis zu 80 Singles gibt es aktuell im E-Mail-Verteiler, zwischen 20 und 30 kommen regelmäßig zu den 14-tägigen Treffen.

Die meisten Stammtisch-Gäste sind zwischen 35 und 50 Jahre alt. Der Älteste ist inzwischen 60. Die Teilnehmer sind geschieden, leben getrennt, oder der Partner ist verstorben. Meist würden überwiegend Frauen an den Treffen teilnehmen. Obwohl: "Bei der Verabredung zum Kegeln waren die Männer in der Mehrzahl", erinnert sich Andrea. Sie ist übrigens 36 Jahre alt, alleinerziehende Mutter und seit über einem Jahr beim Single-Stammtisch dabei. "Wir reden dort über Beruf, Alltag, einfach Gott und die Welt. Manchmal tauschen wir uns natürlich auch über unsere nichtvorhandenen Beziehungen aus."

Im Vordergrund aber stehe das Wissen: "Ich brauche mich nicht erklären. Ich bin Single. Punkt. Ende." Und noch einen Vorteil sieht Andrea beim Single-Treff: "Man kommt sich garantiert nie vor wie das fünfte Rad am Wagen."

Interessierte sollen einfach eine E-Mail an diese Adresse schicken: singlestammtisch-wen@gmx.de (mte)
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