"sündikat" feiert "Ostersause" mit "Symbiz" und Zhi MC
Ghetto-Bässe im Osternest

"Symbiz" aus Berlin machten das Juz zur brodelnden Dancehall. Bild: Otto

Dieser Abend hat Eier - sichtbar in der Deko, hörbar aus den Boxen. Das "sündikat" hat das feiernde Volk zu "Eieiei - Die Ostersause" im Jugendzentrum zusammengetrommelt. Mit zwei DJs und einem Live-Leckerbissen aus Berlin - irgendwo zwischen Dubstep, Reggae, Dance Hall und Hip-Hop.

Eine Sirene kündigt "Symbiz" aus Berlin an. Und das Trio macht ziemlich bald klar, was angesagt ist: Nichts anderes, als die Bühne zu Kleinholz zu verarbeiten - sinnbildlich natürlich. Mit wummernden Bässen, knallharten Drums und ausgefuchstem Songwriting. Den Voll-auf-die-Zwölf-Sound aus selbstgebauten Controllern gibt es vom deutsch-koreanischen Brüderpaar Buddy und Chris auf die Ohren. Frei nach Kraftwerk: Boing, Boom, Tschak! Im Schlepptau hatten die Herrschaften aus der Hauptstadt Zhi MC.

Das Juz nimmt die Ghetto-Bass-Band im Sturm. Die Menge kocht und sprudelt über. Wer drauf einsteigt, fährt mit. Und zwar auf der Überholspur. Bremsen? Pfiffkas! Zhi lässt keine lange Leine. Ortet er nachlassende Euphorie, wird er zum Drill Instructor. "Weidööööönn."

Auf der Setlist stehen vor allem Songs vom neuen Longplayer "Airport Accent": "Stereotypes", "Champion Sound", "The Downfall" oder "Yeeruh". Die Nummern allerdings, die auf CD eher ruhig ausfallen, bekommen live einen publikumsfreundlichen Schuss Adrenalin verpasst.

Wer nach all dem Wogen, Tanzen, Springen, Schreien, Schwitzen noch nicht genug hat, kann sich im Anschluss sorglos in die Hände von Marius Weber begeben, um mit House und Techno in den frühen Ostermontag zu zappeln. Der Einladung zur dritten Auflage der "Ostersause" sind wieder viele Freunde des gepflegten Entertainments gefolgt. Volles Haus. Das Vertrauen der Fans in die Qualität des "sündikats", des Vereins zur Förderung der Kultur und des Frohsinns, ist groß. Mit Recht.
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