Unterwegs im Naturschutzgebiet Waldnaabtal
Gletschermühle, Butterfass und Sauerbrunnen

Zwischen Falkenberg und Windischeschenbach erstreckt sich das 180 Hektar große, wildromantische Naturschutzgebiet Waldnaabtal. Malerische Felspartien mit sich über 30 Meter hoch auftürmenden Granitmassen umsäumen das erlenbestandene Flussbett.

Steinriesen mit sagenhaften Namen versuchen den Lauf der Waldnaab zu hemmen. unter ihnen die Felsenschwelle des Butterfasses mit seinen imposanten Strudellöchern. Knapp oberhalb des „Katarakts“ am Butterfass quillt ein wohlschmeckender, eisenhaltiger Sauerbrunnen unter den Granitfelsen hervor.

An den talhängen erhoben sich auf den granittürmen im Mittelalter drei Burgen: Altneuhaus, Herrenstein und Schwarzenschwal. Von ihnen haben sich allerdings nur Gräben und Pfostenlöcher erhalten, zahl-reich sind jedoch die Sagen.

Das Waldnaabtal ist auf einer Strecke von rund zwölf Kilometern in das Granitplateau rund um Falkenberg eingeschnitten. Mit dieser Eintiefung gleicht die Waldnaab die Hebung des Falkenberger Blockes aus - wie ein Sägeblatt greift sie in den Untergrund ein und folgt dabei bevorzugt Schwächezonen im Granit. So nutzt sie zum Beispiel Zonen aus, in denen der Granit zerrüttelt ist. So erklärt sich auch der zum Teil rechtwinklige Verlauf des Flusstals.

Häufig lassen sich hier Strudel-löcher finden. Diese oft über einen Meter tiefen erosions-kessel entstehen dann, wenn sich Steinbrocken (Mahlsteine) - angetrieben durch einen kreisenden Wasserstrudel - in den Felsen hineinarbeiten.

Das bekannteste Strudelloch findet sich allerdings nicht am Butterfass, sondern weiter südlich nahe des Tischsteins: die Gletschermühle. Der Name ist allerdings irreführend, denn der Tätigkeit eines Gletschers verdankt dieses Strudelloch sicherlich nicht seine Entstehung. Wie die Strudellöcher am Butterfass ist es - allerdings bei höherem Wasserstand als heute - durch einen Wasserstrudel der Waldnaab entstanden.

Weitere Infoswww.waldnaab.com
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