Was Hobbygärtner bei der Unkrautvernichtung beachten sollten
Noch etwas Gift im Schrank?

Berlin. Glyphosat kommt nicht nur in der Landwirtschaft zum Einsatz - auch Hobbygärtner greifen mitunter zu dem Unkrautvernichtungsmittel. Viele dürfte es aber verunsichern, dass das Mittel im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Wer die Produkte mit Glyphosat nicht länger einsetzen will, darf sie jedoch nicht einfach in den Ausguss kippen. Vielmehr sollte man die Reste zu lokalen Sammelstellen für Schadstoffe (Problemmüll-Mobil) bringen.

Und die Alternative zum Unkrautvernichter? Generell gibt es nur wenige Pflanzen, die im Garten tatsächlich Probleme bereiten. Lediglich Brombeere, Giersch oder Goldrute sind sehr ausbreitungsfreudig, verdrängen mitunter andere Pflanzen.

Wenn man solche Pflanzen loswerden möchte, rät Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland dazu, sie frühzeitig von Hand zu entfernen - und zwar am besten, bevor sie zur Samenreife kommen (nicht im Kompost entsorgen). Bei der Brombeere müsse man darauf achten, auch ihr Wurzelwerk zu entsorgen. In die offenen Plätze sät man dann Pflanzen, die man tatsächlich habe möchte. "Dann nehme ich unerwünschten Pflanzen den Raum." Eher eine Notfalllösung ist es, offenen Platz im Beet mit Rindenmulch zu bedecken. "Das verhindert die Lichtkeimung", erklärt Heiermann. Aber: Man muss ihn jedes Jahr erneuern. Außerdem verändert er die Nährstoffzusammensetzung.

Oftmals ziehen Pflanzen schon mit der gekauften Blumenerde in den Garten ein. Eine Alternative ist thermisch behandelte Erde: Sie sei frei von Samen. Wer die Gartenwege frei halten möchte, kann das auch ohne Chemie tun: mit Hacken, Drahtbürsten oder speziellen Abflammgeräten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Garten (97)Glyphosat (27)Unkrautvernichtung (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.