Wintersport in der Oberpfalz
Ohne Kunstschnee läuft es nicht

Zumindest für einen 600 Meter langen Loipen-Rundkurs reicht es am Rotbühl bei Hirschau. Bis zu fünf Schneekanonen sorgen für eine Auflage, der selbst eine kurze Wärmeperiode nichts ausmacht. Bild: upl
Freizeit
Weiden in der Oberpfalz
04.01.2016
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Zum Ende der Weihnachtsferien bescheren Kälte und Schnee das erste Skivergnügen in der Oberpfalz. Heute und am Dreikönigs-Tag öffnen mehrere Lifte und Loipen. Ohne Kunstschnee läuft es auch in der Heimat nicht. Die "weißen Tage" sind jedoch rasch vergänglich: Tauwetter naht. Vorübergehend?

Weiden/Amberg. (cf/tss/upl/pz) Aus "allen Rohren feuern" die Schneekanonen. Seit Neujahr erlauben die Minusgrade die Erzeugung von "Maschinenschnee". Nur der zuletzt böige Ostwind und die erschöpften Wasserkapazitäten schränken auf der Silberhütte (Kreis Tirschenreuth) die Beschneiung ein. Rudolf Pannrucker, Vorsitzender des Förderkreises: "Bis zu 20 Prozent des Kunstschnees liegen nicht dort, wo er eigentlich hin soll; und durch den trockenen Sommer ist die Quellschüttung für das Wasserreservoir nicht sehr ergiebig." Jedenfalls werden am Start-/Zielbereich der Silberhütte etwa 600 bis 700 Meter auf 10 Meter Breite kurzfristig gespurt, auch wenn es für einen Rundkurs - noch - nicht reicht..

Auf dem 673 Meter hohen Rotbühl zwischen Freudenberg und Hirschau (Kreis Amberg-Sulzbach) steht eine 0,6 Kilometer lange Kunstschnee-Loipe bereit. Thomas Heckmann, Vorsitzender des Skiclubs Monte Kaolino (SCMK), ist überzeugt, dass die Auflage von 25 bis 30 Zentimetern einen Wärmeeinbruch gut übersteht: "Wir lassen den Kunstschnee erst liegen, damit er entwässert und richtig durchfriert - und verteilen ihn dann mit den Pistenbullys."

Am Dreikönigstag - ab 9 Uhr - beginnt nach Auskunft von Betriebsleiter Hans-Willi Legat voraussichtlich der Saisonstart am Klausenlift in Mehlmeisel (Landkreis Bayreuth). Fünf Schneekanonen sorgen für die kompakte, durchgängige Beschneiung der 700 Meter langen und 150 Meter breiten Piste .

"Freie Fahrt" herrscht - dank der Schneekanonen - ab heute, 10 Uhr, auf dem unteren, ziemlich flachen Teil der Fahrenberg-Piste (östlicher Landkreis Neustadt/WN). "Wir sind froh, dass es überhaupt geht", sagt Klaus Nigg, Vorsitzender des TV Vohenstrauß. Nigg gab die Hoffnung nie auf, weil der Winter erfahrungsgemäß bei uns erst im Januar komme. "Die Frostperioden verschieben sich eben. Dass es aber so schnell geht, hätten wir nicht gedacht."

Wunsch nach Dauerfrost


Beide Seilbahnen sind am Ochsenkopf im Fichtelgebirge von 9 bis 16 Uhr in Betrieb. Am Dreikönigs-Tag kann der Skibetrieb wahrscheinlich auch an der Nordpiste starten. "Noch nicht absehbar" - wie bei der Mehrzahl der Lifte und Loipen in der Region - ist die Saisoneröffnung der Skianlage Schloppach bei Waldsassen. Karlheinz Lutz vom Turnverein Waldsassen wünscht sich "konstanten Dauerfrost": Erst dann wäre die Herstellung von Kunstschnee "sinnvoll und nachhaltig". Weitere Informationen unter onetz.de/skijournal.
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