1,1 Millionen Euro für Baudenkmal in Bahnhofstraße
Lang-Villa im Angebot

Seit 1910 ist die Villa in der Bahnhofstraße im Besitz der Familie Günther-Haberstumpf-Lang. Nun soll sie einen neuen Eigentümer finden. Bild: Hartl
Eine stattliche Summe, nämlich 1,1 Millionen Euro, soll die Lang-Villa in der Bahnhofstraße kosten. Das bestätigt Dietmar Obermaier von Engel-Immobilien, der für die Gebäude einen Käufer finden will. Für diese Summe gibt es nicht nur die Villa selbst, sondern auch das 3077 Quadratmeter große Grundstück in guter Geschäftslage sowie einen Bürotrakt im rückwärtigen Teil des Areals. Die rund 360 Quadratmeter im Rückgebäude hat bis vor wenigen Wochen der Verband Wohneigentum (Siedlerbund) genutzt.

"Es ist ein schönes Haus, mit Parkett und Stuck, aber ohne Zentral-Heizung, ohne isoliertes Dach", bestätigt Hans-Peter Lang, der das Anwesen von seiner im Sommer 2013 verstorbenen Mutter Lisl Lang-Haberstumpf erbte. Wie seine Mutter ist er in diesem Haus aufgewachsen, das "völlig überraschend" mit Bescheid vom 11. August 2014 als Baudenkmal in die Denkmalschutzliste der Stadt aufgenommen wurde.

Die 1866 errichtete Villa ist eines der wenigen Gebäude "im Originalzustand" der Erstbebauung an der Bahnhofstraße. 1910 erwarb sie Heinrich Günther, der Urgroßvater von Hans-Peter Lang. "Es fällt uns schwer, das Haus aufzugeben. Aber ich kann kein Museum unterhalten. Ich muss mich um den Familienbesitz in Pleystein kümmern", wirbt Lang um Verständnis für den Verkauf. Es wäre sein Wunsch, dass die Interessenten das Gesamtpaket erwerben. "Damit Villa und das große Grundstück beieinander bleiben." Das Areal erlaube eine durchaus großzügige Wohnbebauung.
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