Abifeier im Augustinus-Gymnasium: größter Abitur-Jahrgang seit Jahrzehnten
Auf Umweg zum Top-Abitur

Diese 34 Absolventen des Augustinus-Gymnasiums haben im Zeugnis eine Eins vor dem Komma stehen. Schulleiter Helmut Matejka (hinten, rechts) und Oberstufenbetreuer Roland Richter (hinten, links) gratulierten. Bild: Dobmeier
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
29.06.2015
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Die Abifeier des Augustinus-Gymnasiums hatte diesmal einiges zu bieten: einen Rekord, ungewöhnliche Schulkarrieren und eine Absolventin, die ganz besonders überraschte.

So einen großen Abitur-Jahrgang hatte das "Augustinus" seit drei Jahrzehnten nicht mehr: 126 Schüler verabschiedete das Gymnasium diesmal. Besonders hob Schulleiter Helmut Matejka die zehn Abiturientinnen hervor, die über die Einführungsklasse von der Mittel- und Realschule zum AGW gestoßen sind und nun die allgemeine Hochschulreife besitzen. Eine davon ist Anja Stock: Sie erreichte das drittbeste Abitur des Jahrgangs.

Sie war aber längst nicht die einzige, die Eindruck hinterließ. Als sehr aktiven Jahrgang lobte der Oberstudiendirektor die Abiturienten. Das habe sich in gesellschaftlichem Engagement - etwa für das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" - ebenso gezeigt wie in den Bereichen Musik, Theater und Technik, in Form von hervorragenden Tutoren und besonders bei der Schülerzeitung, die jüngst ausgezeichnet wurde (wir berichteten).

Seine Festrede stellte Matejka unter die Frage: "Was bringt die Zukunft?". Die Zeugnisse bescheinigten zwar ein Stück Zukunft, sagte er. Doch sei auch wichtig, die Zukunft in Verantwortung zu gestalten. Dies werde Dreh- und Angelpunkt eines friedlichen und globalen Zusammenlebens sein, wobei auch das erworbene Wissen aus der Schule eine Rolle spiele.

"Sie gestalten Zukunft"

Dazu gehöre Wissen zu 25 Jahre Wiedervereinigung, aber auch zur Krim-Krise oder zum Wert von Zuwanderung angesichts der demografischen Entwicklung. Wissen sei notwendig in Bezug auf den technologischen Fortschritt oder die Nachhaltigkeit der Energiewende. Ebenso bedürfe es aber auch der Menschlichkeit. "Sie gestalten nun die Zukunft des 21. Jahrhunderts mit beruflichen Entscheidungen, die Gewicht haben und Mut sowie Verantwortung bedeuten", hielt Matejka fest.

In ihrer Abiturrede erinnerten die Schüler Ines Krichenbauer und Jakob Roidl an das Entwachsen aus den Kinderschuhen, wobei die Eltern mit unzähligen geschmierten Pausenbroten genauso beigetragen hatten wie geduldige Lehrer. Es habe Spaß gemacht, besonders die gemeinsamen Unternehmungen und Ausflüge, wenngleich mit dem Abi und dem "Ernst des Lebens" nicht viel Zeit für die berufliche Orientierung blieb. Besonders der Zusammenhalt sei hervorragend gewesen. Der Dank galt den Oberstufenkoordinatoren Roland Richter und Dr. Johanna Butz.

Die Musik zur Abifeier gestalteten das Vokal-Ensemble unter der Leitung von Peter Pollinger, Lena Reichl und Lena Wittmann mit Gesang sowie die Jazz-Combo. Passen zum Abschluss erklang der Liedtext: "Hinter Hamburg, Berlin oder Köln: Lass uns gehen, lass uns gehen ..."
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