Abschluss des 25. Jubiläumsjahres des Internationalen Keramik-Museums mit Max-Reger-Konzert
Reise durch die Musikgeschichte

Sophia Jaffé und Roland Glassl musizieren im Keramik-Museum. Bild: zaf
Für einen glamourösen Abschluss des 25. Jubiläumsjahres des Internationalen Keramik-Museums in Weiden sorgen zwei brillante Musiker in einer Matinée. Sophia Jaffé ist seit vielen Jahren als erstklassige Geigerin in der klassischen Musikwelt bekannt, Bratschist Roland Glassl machte durch viele Wettbewerbe auch international auf sich aufmerksam.

Mit einem Duo in drei Sätzen von Wolfgang Amadeus Mozart gelingt Jaffé und Glassl ein energischer Auftakt. Für Mozart eine ungewöhnliche Besetzung, da das Cello fehlt, erklärte Glassl am Anfang. Solistisches Können beweist Jaffé mit einem anschließenden Präludium von Max Reger. Monumental, kraftvoll und mit Schwermut präsentiert die Geigerin das Werk, bei dem sich der Komponist von den barocken Satzformen Johann Sebastian Bachs inspirieren ließ. Eine bunte Mischung aus verschiedenen Stilen, Rhythmen und Taktarten bieten Grassl und Jaffé mit sieben kleinen Duetten des Komponisten Robert Fuchs, der - wie Glassl betont - für seine Serenaden bekannt war.

Zum zweiten Mal im Konzertprogramm folgt ein Werk von Reger. Nach Johann Sebastian Bach war Reger der erste Komponist, der wieder Suiten für Streichinstrumente komponierte. In der Suite Nr. 1, die Bratschist Glassl sehr emotional präsentiert, hat der Komponist barocke Elemente harmonisch und rhythmisch verändert und etwas völlig Neues geschaffen. Dramatisch und abstrakt erinnert das Stück kurz an südamerikanische Melodien. Sehr virtuos glänzt Glassl zum Ende der Suite: Es klingt, als wäre er auf der Flucht durch sämtliche Harmonien.

Zum Finale der Matinée bieten die Künstler drei Madrigale des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinu. Ein Madrigal ist eigentlich ein Vokalstück. So klingen die Werke, als würde der Komponist eine Geschichte erzählen. Auf einer Reise durch die Musikgeschichte erinnern sie an französischen Impressionismus, an Elemente des Jazz und an Filmmusik. Die Sehnsucht nach der tschechischen Heimat des Komponisten Martinu ist dabei immer herauszuhören.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.