Adventskonzert
Oberpfälzer Volksliederkreis spielt in der Michaelskirche

Josef Sterr (sitzend, Mitte) schlug mit dem Oberpfälzer Volksliedkreis gekonnt eine Brücke von der biblischen Weihnachtsgeschichte in unsere Tage. Bild: uz

Was Deutschland bleibt, wenn Ausländer die Drohungen rechter Dumpfbacken wahr machen und das Land verlassen würden, machte Josef Sterr am Samstagabend in der Michaelskirche deutlich: Plumpsklos, Äpfel, vielleicht noch ein paar Nüsse. Der Rest wäre einfach fort.

Pralinen nach Ghana, Technik nach Fernost, Puten nach Polen. Eine naive Erzählung, deren Pointe aber ankam. Zumal Maria, Josef und das Jesuskind zurückblieben, obwohl sie Juden waren. "Um den Deutschen den Weg zurück zu Vernunft und Menschlichkeit zu zeigen", wie der Erzähler betonte.

Doch nicht nur der nachdenkliche Part, auch die musikalischen Beiträge kamen bei den Zuhörern gut an. Das ist das Verdienst des Oberpfälzer Volksliederkreises. Sprecher Sterr las als Programmgestalter immer wieder aus der Weihnachtsgeschichte und würzte sie mit nachdenklichen oder amüsanten Inhalten.

Die "Volksmusik zur Weihnachtszeit" begleiteten die "Kastler Sänger", die "Hammerbachtaler Sänger", der "Oberpfälzer Saitenklang", bei dem Sterr selber mitspielte, und der "Roggensteiner Vierklang". Und wenn die Oberpfälzer Gruppen spielten, herrschte Andacht in der Kirche. Der Volksliederkreis rekrutierte sich diesmal aus der Region Weiden und aus dem Schwandorfer Raum. Es ist bereits eine wunderschöne Tradition, dass Sterr und seine Gruppen kurz vor Heiligabend gegen Stress eine stadere Zeit heraufbeschwören. Pfarrerin Edith Lang wünschte den Zuhörern, dass sie die erlebte Ruhe mit nach Hause trugen.
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