AK Asyl kämpft durch Zuwanderung zunehmend mit Platzproblemen in der Betreuung
Kein Raum für Flüchtlingskinder

"Wir sind voll." Jost Hess steht im Gang zwischen zwei Klassenzimmern. In beiden ist gerade der Unterricht zu Ende gegangen. Die Türen springen auf, Schüler packen ihre Sachen zusammen, quetschen sich aneinander vorbei, strömen zur Ausgangstür, nach Hause, zum Essen oder in den Freizeitraum. Der Projektleiter des AK Asyl steht zwischen den Türen. Für den Arbeitskreis ist die Arbeit im letzten halben Jahr zunehmend schwieriger geworden. "Es kommen immer mehr Flüchtlingskinder zu uns. Sie kommen mittlerweile auch aus dem ländlichen Raum, weil sie da zunehmend untergebracht werden."

Die Fahrtkosten sind für diese Kinder ein großes Problem. Der AK Asyl springt bei der Finanzierung ein, wenn die Stadt die Kosten nicht übernimmt. Doch weil immer mehr Kinder kommen möchten, wird es finanziell eng. Eng wird es auch in den Klassenzimmern: "Jeder Raum wird gebraucht", sagt Hess. Der Arbeitskreis freue sich zwar immer über Spenden und Personal, das wirkliche Problem sei aber der Platzmangel. "Geld würde uns im Moment gar nicht so helfen." - Die nächste Traube an Schülern drängt sich an Hess vorbei. - "Wir sind einfach voll. Wir bräuchten eigentlich mehr Räume."
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