Angriff der Klon-Rocker
"Clones of Rock" auch im Haus der Gemeinde ganz groß

Alle Bilder: Helmut Kunz
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
20.12.2015
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Neuer Ort, neues Spiel. Ausnahmsweise zwängten sich die "Clones of Rock" und ihre Fans ins Haus der Gemeinde. Bei gefeierten Songs von AC/DC oder Metallica erweist es sich als erstaunlich massentauglich.

Platz zum Austoben ist bekanntlich in der kleinsten Hütte. Nachdem die Flüchtlingswelle die "Clones of Rock"-Veranstalter aus ihrem Domizil am Wasserwerk gespült hatte, formierten sich die "Salute"-Leute mit ihrem Cover-Schnickschnack kurzerhand im Haus der Evangelischen Gemeinde.

Das war zweifellos beengter, strahlte dafür aber viel mehr Gemütlichkeit aus als die Mehrzweckhalle. Und dass das Vereinshaus durchaus massentauglich ist, sollte auch der Narrhalla zu denken geben. Die hatte ihren Lumpenball heuer mangels geeigneter Lokalität ausfallen lassen. Für Faschings-Lumpen taugt das Haus an der Wolframstraße allemal.

Aber zurück zu den Klonen. Der Rahmen war nicht so überdimensioniert wie früher. Es gab aus Sicherheitsgründen keine Feuerfontänen beim Auftritt von "AC/DX.", und auch die schussgewaltigen "For those about to rock"-Kanonen blieben gleich ganz im Depot. Dafür beeindruckte die Nähe zu den Fans. Die Atmosphäre geriet intimer.

Auftakt mit "Living Theory"


Irgendwie löste dieser denkwürdige Ort, vor allem bei einigen Alt-Rock'-n'-Rollern, Erinnerungen an ihre "Höllriegl"-Tanzschulzeit aus. Den Anfang machte die italienische Combo "Living Theory", die mit ihrem aufgedrehten Frontmann Rob Marconi das Material der kalifornischen Rockband "Linkin Park" alles andere als langweilig nachspielte.

Unten im Keller legten derweil DJs Platten auf. Dieses Konzept blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück. Betrieb herrschte, wenn überhaupt, nur in den Umbaupausen. Die Leute wollten oben Live-Musik hören. Oder sich ganz nach draußen verziehen, um ihre Mägen zu leeren. Offenbar eine ganze Reihe von Rockfans trank über den Durst. Das kollektive Ergebnis markierte draußen gegen Mitternacht die Sedanstraße.

"AC/DX." als Abräumer


Auch wenn die Metallica-Tributer "Sacarium" um den ehemaligen Superstar-Sieger Tobias Regner die Headliner waren, die allermeisten waren wegen der "Salute"-Hausband "AC/DX." gekommen, die als zweite Band auf die Bühne gingen. Ziemlich aufregend. Auch für die Mädels mit den blinkenden Teufelshörnchen. Eine Dame durfte "Angus Young"-Klon Volki McAngus sogar beim Ausziehen helfen.

Das Vereinshaus unter Starkstrom: "T.N.T." explodierte, die "Hells Bells" bimmelten. Das war Publikumsnähe vom Feinsten, Spiellust, die einem den Atem raubte. Ein umwerfender Auftritt. Das Finale stand dann ganz im Zeichen von "Metallica" und dem kraftvollen Gesang Tobias Regners. Eine Konzertnacht, welche die Leute glücklich machte.
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