Ausstellung im Kunstverein Weiden
Vernissage der Nürnberger Künstlergruppe "Der Kreis"

Wolfgang Herzer (rechts) freut sich, gemeinsam mit Christoph Gerling eine so hochwertige Ausstellung in den Kunstverein zu holen. Die Ausstellung ist noch bis 28. Februar zu sehen. Bild: Otto
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
18.01.2016
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Kein Matschwetter konnte die Kunstinteressierten davon abhalten, am Samstag im Kunstverein eine erstklassige Vernissage mitzuerleben. Zu sehen sind Werke von Künstlern der Nürnberger Gruppe "Der Kreis". Möglich gemacht hat das Mitglied und langjähriger Leiter Christoph Gerling. Die renommierte Vereinigung wurde nach dem Krieg in der Frankenmetropole gegründet. Auch heute noch sind Künstler von hohem Rang Teil dieser Institution, die auf 30 Mitglieder limitiert ist.

Derzeit sind Hubert Baumann, Michaela Biet, Chris Brude, Meide Büdel, Mareike Drobny, Walter Förster, Rolf Fütterer, Jan Gemeinhardt, Christoph Gerling, Hanns Herpich, Hubertus Hess, Brigitta Heyduck, Christian Hiegle, Udo Kaller, Peter Kampehl, Thomas May, Ortwin Michl, Günter Paule, Christian Rösner, Peter Thiele, Florian Tuercke, Wilhelm Uhlig, Franz Weidinger, Hjalmar Leander Weiß und Peter Wrede dabei und zum Teil auch in Weiden zu sehen.

Hochkarätige Werke


Wolfgang Herzer, Vorsitzender des Kunstvereins, ist begeistert über die mitgebrachten hochkarätigen Arbeiten. Für Gerling, Jahrgang 1937, für seine Arbeit und seine Welt, hat die 1947 gegründete Künstlervereinigung eine große Rolle gespielt. Konsequenterweise ist er 1966 beigetreten. "Der jung-gebliebene fränkische und europäisch-reisefrohe Kultur-Veteran mit Kriegs- und Nachkriegs-Sozialisation verbindet die genannte Zeitstrecke und verschiedene Formen der Qualitäts-Pflege in seiner Person", betont Herzer in seiner Einführung.

Christoph Gerling, der auch bei der Vernissage anwesend war, ist ein Künstler mit zeit-spezifischem Themenschwerpunkt, der "im bildnerischen grundlegenden Spannungsfeld und im historischem Zwischenraum zwischen Abstraktion und Realismus liegt". Seine Stilmittel sind vor allem Malerei, Grafik und Keramik, die in einer kleinen Werkschau im Kunstverein zu sehen sind.

Klassische Moderne


Gerling steht im Einfluss der klassischen Moderne und des Informellen. "Seine vegetativen, geologischen, architektonischen und anatomischen Themen - hier vor allem Köpfe und Ballett - changieren zwischen Abstraktion, Expression und Realismus und entwickeln sich in Serien aus zahlreichen Variationen und Permutationen," führt Herzer aus. Aber auch als Lehrer an einem Gymnasium tat sich Gerling hervor. Der Kunstwelt dient er als freischaffender Künstler und als Dozent, wie von 1974 bis 2002 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg.

In Weiden sind neben Gerlings Arbeiten Malerei, Zeichnungen, Drucke und Keramikobjekte der "Kreis"-Künstler zu sehen. "Wir haben im Zusammenhang der Exponate einen Spiegel vor uns, der die ganze Heterogenität, die sich im Allgemeinen heutiger Kunstwelt ereignet, im regionalen Rahmen wiedergibt", betont Herzer.
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