Ausstellung im Rathaus eröffnet
Max Reger in allen Facetten

Platz nehmen im Max-Reger-Sessel, sich ein Max-Reger-Video ansehen oder ungewöhnliche Max-Reger-Porträts bestaunen: Fachoberschüler machen's möglich im Rathaus. Und noch mehr.

"Max Reger ist in seiner Heimat angekommen und das macht uns stolz", erklärte Bürgermeister Lothar Höher. Am Donnerstagabend eröffnete er im Foyer des Neuen Rathauses die Reger-Ausstellung mit Werken von Schülern der FOS/BOS. Nicht nur zum 100. Todestag sei Max Reger ein unverwechselbarer Bestandteil der Weidener Stadtgeschichte, sagte Höher. 52 Schüler der beiden 12. Klassen im Zweig Gestaltung hatten sich in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt eingebracht und das Leben des Komponisten, seine Schriften und seine Musik künstlerisch umgesetzt.

Für die Arbeiten hätten im April nur ganze vier Wochen zur Verfügung gestanden, sagte Höher. Die Ergebnisse können im Rathaus noch bis zum 10. Juli bewundert werden. Genießen könne man sie im Max-Reger-Sessel, den die jungen Künstler selbst entworfen hätten. Höher begrüßte den Einfallsreichtum der jungen Leute. Die besten Arbeiten - nach Meinung von Stadtarchivarin und Initiatorin Petra Vorsatz "hätten alle einen Preis verdient" - wurden prämiert. Den ersten Preis bekam Jonathan Tröbs für seine herausragende Videoinstallation über das Werk des Musikers. Für ihr Kleid aus Notenblättern bekam Johanna Malitzke den zweiten Preis. Christina Eichner (Mobile aus Noten) und Sophie Schaffland (Reger-Portrait in Quadrate zerlegt) erhielten Geldpreise für die beiden dritten Plätze. Als Juroren hatten Höher, Vorsatz, Silke Winkler und Schulleiterin Gabriele Dill gewirkt.

Nicht nur Schwermut


Petra Vorsatz erinnerte an ihre erste Kontaktaufnahme mit der Schulleitung, die zunächst die Nase gerümpft und "aus Angst vor dem Auftrag" Reger fälschlicherweise mit Schwermut in Verbindung gebracht habe. Aber: "Ich hab mir gedacht, wenn's einer schafft, dann die." Nun hätten die jungen Künstler viele Facetten von Regers Wesen erfasst. Unter den Gästen begrüßte Höher auch Kaplan Dr. Thomas Hösl von St. Josef und Fachbetreuer Jochen Lüftl. Eva (Piano) und Elisabeth Dommermuth (Gesang) eröffneten die Vernissage mit Max-Reger-Liedern. Moritz Niehage von der FOS/BOS spielte auf dem Keyboard ein Reger-Stück, Schüler lasen aus Reger-Briefen. Als Organisatoren bekamen Petra Vorsatz, Gabi Busch, Jochen Lüftl und Reinhard Scherr Geschenke.

Schulleiterin Dill dankte ihren engagierten Kollegen und talentierten Schülern, welche die Aufgaben mit einer Flut an Ideen umgesetzt hätten. Aus einer musikalisch-literarischen Anregung habe sich ein fächerübergreifendes Projekt ergeben, das bei den Schülern eine Art Schneeball-Effekt ausgelöst habe. Für die Stadt als Sachaufwandsträger mache die Ausstellung sichtbar, dass sie in eine sehr gute Bildung investiere. "PPP könnte bei uns auch stehen für ,powerful professional partnership'."
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