Ausstellung "Kinder dieser Erde" eröffnet
Schüler haben Fragen zu Flüchtlingen und geben Antworten in Bildern

Was ist ein Flüchtling? Wie sieht er aus? Die Hans-Sauer-Schüler hatten viele Fragen. Die Antworten, die ihnen eine Lehrerin darauf gab, verarbeiteten sie in Form von Bildern. Nun eröffneten sie die Ausstellung dazu in der Regionalbibliothek. Das Interesse war groß. Bild: Kunz

Die Fragen über Flüchtlinge, mit denen die Hans-Sauer-Schüler ihre Lehrer löchern, häufen sich. Aus den Antworten, die die Kinder erhalten, werden Bilder. Sie sind nun in der Regionalbibliothek zu sehen.

"Kinder dieser Erde": So heißt die Ausstellung mit Arbeiten, die Schüler der Hans-Sauer-Schule während eines Projekttages geschaffen haben. Bis zum 13. Juli sind die Werke im ersten Stock der Regionalbibliothek zu sehen.

Die Inklusionsklasse 3 a von Christian Reichl und Helga Wolfrath umrahmte die Vernissage am Donnerstagabend musikalisch mit Liedern wie "Ich bin anders als du". Dabei hatten sich die Schüler auch von Migrantenkindern Texte in deren Sprachen abgeguckt, was die Songs interessant machte.

Schulleiter Christian Kauschinger sprach - auch in Anwesenheit von Markus Göhler, Konrektor des HPZ in Irchenrieth - von "super, supertollen Arbeiten" der Kinder. Er dankte der Projektleiterin Petra Walberer. Sie erinnerte an den Hintergrund der Ausstellung: Die Kinder hätten in den vergangenen Wochen sehr viele Fragen zum Thema Flüchtlinge geäußert. Die Antworten darauf sollten sie auf Bildern festhalten. "Ich habe den Kindern von Kindern aus anderen Ländern erzählt, unter welchen Umständen sie zu uns kommen und dass es ihnen nicht so gut geht wie uns." Zu meckern, weil man in die Schule muss, sei marginal im Vergleich zu dem, was diesen Kindern widerfahre: Sie dürften gar keine Schule besuchen.

Vieles sei gleich, anderes unterschiedlich. Dies haben die Kinder in ihren Klassenzimmern in jeweils anderen Techniken gemalt: Collagen, Tupfer, Farben, Sand. "Wie ich finde, haben alle Kinder ihre Sache schön gemacht." Allerdings können nicht alle 250 Arbeiten gezeigt werden. Es gibt nur Platz für 117. Aber alle werden später im Schulgebäude gewürdigt, hieß es.

"Ich finde es beeindruckend, hier hochzukommen", sagte Bürgermeister Jens Meyer. Er freute sich genauso wie die Stadträte Veit Wagner (Die Grünen), Roland Richter (SPD) sowie Hans Forster und Markus Bäumler (beide CSU) über die riesige Resonanz. Die Menschen seien gekommen, um einem Ereignis beizuwohnen, das in dieser Konstellation einmalig sei. "Und wo könnten die Werke besser zur Geltung kommen als in einem der schönsten Gebäude, das die Stadt Weiden zu bieten hat?"
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