Ausstellung von Künstlern mit Multipler Sklerose eröffnet im Alten Schulhaus
Emotionen auf Leinwand

"Ruhezone": So heißt das Bild von Susanne Kempf, das das Plakat zur Ankündigung der Ausstellung mit Werken von an Multipler Sklerose Erkrankten schmückt. Bild: ske
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
01.04.2016
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Zum neunten Mal hat Susanne Kempf eine Ausstellung mit Künstlern, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, zusammengestellt. Ab Sonntag werden die Bilder im Alten Schulhaus gezeigt. Das ist nur der Anfang.

Weit mehr als 500 Bilder von über 200 Künstlern wurden seit 2008 an zahlreichen Orten in Deutschland und der Schweiz gezeigt. Jetzt geht es in eine neue Runde. Wieder sind es 22 MS-Erkrankte, die ihre Werke zeigen. Die Ausstellungsreihe "Denken, Fühlen, Malen" stößt zunehmend auf Interesse. Auch diesmal ist wieder ein Drittel der Künstler neu dabei. Viele hatten sich in den vergangenen Monaten nach Berichten im "Neuen Tag" und in der überregionalen Presse bei Ausstellungsorganisatorin Susanne Kempf gemeldet.

Schirmherr ist in diesem Jahr Staatssekretär Albert Füracker. Die Ausstellung startet am 3. April im Alten Schulhaus, danach geht es in die "Gläserne Manufaktur" in Rudolstadt in Thüringen. Und damit beschreitet das Ausstellungsprojekt einen neuen und besonderen Weg. Erstmals zeigt eine Porzellanmalerin der Unternehmensgruppe Seltmann, die auch an MS erkrankt ist, ihre Arbeiten. So werden neben den gut 35 Gemälden auch Porzellanskizzen und Porzellan zu sehen sein. Von Juli bis September wird die Ausstellung im Kloster Speinshart gezeigt, bevor es von Oktober bis November ins Finanzamt Regensburg geht. Auch in diesem Jahr ist Kempf bei der Organisation auf sich gestellt. Erneut sei kein Pharmaunternehmen bereit gewesen, die Finanzierung zu tragen. Deshalb hofft sie auf regionale Sponsoren.

Die französische Künstlerin Noémie Keren, die die Ausstellung 2015 besuchte, schrieb danach an die Organisatorin aus Weiden: "Ich habe nach meinem Besuch in der Ausstellung intensiv über die Präsentation nachgedacht. Sie erinnert mich an das Werk von Joseph Beuys, der großartige Werke zeitgenössischer Kunst schuf. Er rief dazu auf, mittels kreativer Prozesse Lösungen zu suchen und zu finden. Für ihn war jeder ein Künstler, Kunst könne die Welt besser machen, da Kunst eine soziale Bedeutung und ein soziales Ziel habe. Und du erfüllst mit deiner Ausstellung genau dies!"

In diesem Jahr zeigen ihre Werke Anja Charafeldin, Fuchstal ( Bayern), Liudmila Donie, Mainz (Rheinland-Pfalz), Elisa Götz, Dietfurt (Bayern), Andrea Hake, Bochum (NRW), Katrin Heese, Berlin, Iris Hetz, Bayreuth, Susanne Kempf, Weiden, Ulrike Lautenschlager, Pirk, Barbara Leinweber-Gottwald, Taunusstein (Hessen), Anna Lohneisen, Hof, Petra Meiske, Berlin, Ramona Nestler, Neuhaus (Thüringen), Stefanie Pappe-Stellbrink, Duisburg (NRW), Annemarie Proß, Neuenmarkt (Bayern), Gabriele Scharfenberger, Eisenach (Thüringen), Britta Schröder, München, Jana Schulz, Molauer Land (Sachsen-Anhalt), Nicole Spitzwieser, Österreich, Barbara Stanek, Eichenzell (Hessen), Andreas Taube, Kottmar (Sachsen), Sabine Vogel, Bad Klosterlausnitz (Thüringen), Constanze Woidschützke, Limbach-Oberfrohna (Sachsen).
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