Bayern ohne Bauern: Geht nicht

Die Pfarrer Gerhard Pausch und Dominic Naujoks (von rechts) segneten die erweiterten und renovierten Räume des Bayerischen Bauernverbandes im Beisein von Geschäftsführer Hans Winter, Steuerberaterin Ida Gierisch, OB Kurt Seggewiß, BBV-Kreisobmann Josef Fütterer, Kreisbäuerin Christa Kick und Architektin Ruth Bölle. Bild: Dobmeier

Landwirtschaft und Kunst gehen in der Geschäftsstelle des Bauernverbandes in Form von Ausstellungen schon seit langem eine glückliche Verbindung ein. Zum Jubiläum wurde zusätzlich auch noch eine Bauernhymne komponiert.

"Wegen Not im Bayernland gründete man den Verband. Siebzig Jahre ist's nun her, dieses Jubiläum feiern wir. Siebzig Jahre wird geschafft, stets im Dienst der Landwirtschaft. Ja, was wär das Bayernland ohne unsern Bauernstand." Als Uraufführung sang Anika Ram die neue Bauernhymne, komponiert vom stellvertretenden BBV-Kreisobmann Karl Bäumler und dem Text von Josef Ram. Anlass boten die 70-Jahr-Feier des Bayerischen Bauernverbandes und die Erweiterung der Geschäftsstelle im Nikolaus-Otto-Zentrum am Sonntag.

Welternährung im Blick

Dabei wies Kreisobmann Josef Fütterer darauf hin, dass die Landwirtschaft vor 70 Jahren hauptsächlich der Ernährung vor Ort und der Versorgung der Flüchtlinge in den Nachkriegsjahren gedient habe. Heute komme der Sicherstellung der Welternährung ein besonderes Augenmerk zu. Landwirte seien Erzeuger nachwachsender Rohstoffe und Gestalter der hochgeschätzten Kulturlandschaft, sagte Fütterer.

BBV-Geschäftsführer Hans Winter dankte bei der Begrüßung Vermieter Dr. Christian Deglmann für die Realisierung, außerdem den Architekten Ruth Bölle und Herbert Völkl sowie den ausführenden Handwerkern. Neue klimatisierte Räume entstanden auf der Fläche eines früheren Büromöbelgeschäftes. Vor allem die Bürokratie und Reglementierung habe eine Erweiterung der Steuerberatung notwendig gemacht, wie Steuerberaterin Ida Gierisch feststellte. Auch mehr Personal werde benötigt.

"Unser tägliches Brot ..."

Die Pfarrer Dominic Naujoks und Gerhard Pausch segneten die Räume und beteten für den Bauernstand, der das Leben von jeher prägte, was auch im Vater unser mit "Unser tägliches Brot gib uns heute" zum Ausdruck kommt.

67 Jahre Landfrauenarbeit stellte Kreisbäuerin Christa Kick heraus. Die Gattinnen der Landwirte stünden mit Fach- und Sozialkompetenz bereit, kümmerten sich um Zukunftsfähigkeit von Hof und Umwelt. Zudem sorgten sie für ein positives Image des Berufsstandes.

Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger erinnerte an die hervorragende Kooperation mit dem BBV. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß dankte im Namen des Stadtrates für das Bekenntnis zum Standort Weiden und die harmonische Zusammenarbeit, die auch manchmal einen Spagat benötige, wenn es beispielsweise um die Erweiterung von Gewerbeflächen für Arbeitsplätze gehe. "Wir brauchen einen gesunden Milchmarkt, von dem die Landwirte leben können", sagte der Rathauschef. Im Anschluss gab es Kaffee und selbstgebackene Kuchen der Landfrauen sowie eine Vernissage von Künstlerin Monika und Fotograf Josef Forster aus Waldthurn (Bericht folgt) . Eine Festschrift 70 Jahre BBV ist für fünf Euro Selbstkostenanteil erschienen.
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