Bisherige Stellvertretung an der FOS/BOS bald neue Schulleiterin an "Traumschule"
Bald steht Dill an der Spitze

Seit 2006 leitet sie stellvertretend die FOS/BOS, "meine Traumschule". Nun wartet eine neue Aufgabe auf Gabriele Dill. Ab dem 1. August steht die 51-Jährige an der Spitze der derzeit zweitgrößten Schule der Stadt, an der Abitur gemacht werden kann.

Gabriele Dill schrieb vor neun Jahren Stadtgeschichte. Damals galt ihre Berufung zur stellvertretenden Chefin der Gustav-von-Schlör-Schule, FOS/BOS, als Novum in der Geschichte der weiterführenden Schulen in Weiden: Keine andere Frau hatte bislang eine solche Position hier inne. Nun wird Dill am 1. August Emil Gruber an der Spitze beerben. Der 66-Jährige, "ein wunderbarerer Lehrmeister" (Zitat Dill), verabschiedet sich in den Ruhestand. Seine Stellvertreterin wird dann - neben Susanne Genser von der Sophie-Scholl-Realschule - die zweite Frau in Weiden sein, die an einer weiterführenden Schule das Sagen hat.

Nach ihrem Abitur am Stiftland-Gymnasium Tirschenreuth studierte Dill an der Ludwig-Maximilians- und an der Technischen Universität in München. Nach dem Referendariat in Nürnberg, Neustadt und Wiesau kam sie an die FOS/BOS in Weiden: "Das war und ist meine Traumschule, weil mich die Kombination aus Praxisorientierung und Unterricht auf höchstem Niveau begeistert." Apropos Unterricht: Dill gibt vor allem Englisch. Aber auch Biologie und Chemie unterrichtet sie. Gut 1000 Schüler zählt die FOS/BOS derzeit im Gebäude neben der OTH.

Das Lehrerkollegium umfasst 80 Köpfe. Dill kennt die Stärken von jedem einzelnen im Team. Darin liege der Vorteil, wenn jemand aus dem Haus in solch eine Position berufen werde. "Der überregionale Blick aber darf nicht fehlen", findet Gabriele Dill. Den hat sie zum Beispiel bei ihrer Arbeit im Kultusministerium an der Reform der Abschlussprüfung im Fach Englisch geschärft. Zudem wirkt sie bereits seit 2002 als Beraterin für europäische Kontakte im Team der Ministerialbeauftragten. Sie war es auch, die das internationale Projekt "Leonardo" aufgebaut hat und es noch immer koordiniert.

Gutes Angebot ein Muss

Als Schulleiterin will Gabriele Dill vor allem das gute Schulklima weiter fördern sowie die "hervorragenden Netzwerke" mit Eltern, (Ex-)Schülern, Unternehmen und internationalen Schulen pflegen. Die demografische Entwicklung sieht Dill als die Herausforderung der Zukunft: "Wir müssen den talentierten jungen Leuten etwas bieten, um sie zu halten." Zum Beispiel die bayernweit einzigartige Ausbildungsrichtung "Gestaltung" oder die fünfte und brandneue Ausbildungsrichtung "Internationale Wirtschaft". Die ersten Schüler starten zum kommenden Schuljahr. "Nicht nur hier arbeiten wir sehr eng mit unseren Nachbarn von der OTH zusammen." Auch das Kultusministerium lobe die räumliche und fachliche Nähe der beiden Bildungseinrichtungen am Hetzenrichter Weg, berichtet Dill, als das Telefon klingelt.

Dr. Wolfgang Weber, Sprecher der OTH, ist am Apparat. Er gratuliert Dill zum neuen Posten. An der weiteren engen Zusammenarbeit muss also niemand zweifeln.
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