Buchhandlung Rupprecht
"Wettermann" Sven Plöger begeistert mit Comedy-Programm

Sven Plöger verarbeitet in seiner Kabarett-Show allerhand Witziges rund um das Thema "Wetter". Bild: Otto

Klientel-Comedy hat Hoch-Konjunktur: Herr von Hischhausen kümmert sich um die Menschen, Herr Rütter um die Hunde und Sven Plöger ums Wetter. In der Buchhandlung Rupprecht beweist er, wie unterhaltsam und fundiert man der drohenden Klimakatastrophe begegnen kann.

Wenn einem nichts Geistreiches mehr einfällt, spricht man halt über das Wetter. Wenn aber Sven Plöger über das Wetter spricht, dann ist das wahnsinnig geistreich - humorvoll und rheinisch gelassen: "Et hätt noch emmer joot jejange" - auch den Beinahesturz von der Bühne kann er locker stehen.

Keine Verharmlosung


Nein, der Wettermann will nichts bagatellisieren, sondern plädiert dafür, sachlich und zielführend mit den Zeichen umzugehen, die uns die Erde gibt. "Wir verbrauchen inzwischen fast eineinhalb Mal so viele Ressourcen, wie die Erde bieten kann. Wir müssen unsere Gewohnheiten verändern." Die Lösung für das Ressourcenproblem sieht er in den regenerativen Energien. "Die Sonne könnte ein Tausendfaches unseres Energiebedarfes decken." Auch die Windkraft könne einen großen Teil dazu beitragen. Der Energiebedarf werde zu 80 Prozent von fossilen Quellen gewonnen. Der Klimawandel selbst sei auch gar nicht das Problem, der komme ohnehin. Die Frage sei nicht ob, sondern wann. Der Klimawandel sei also eher ein Gradmesser, "ein freundlicher Hinweis der Erde, dass etwas passieren muss." Einen Funken Hoffnung habe er nach den Beschlüssen der UN-Klimakonferenz in Paris.

Respekt vor der Natur


Plöger stellte aber auch die Frage: "Warum fällt es uns persönlich so schwer etwas zu ändern? Weil das CO2 unsichtbar und geruchslos ist. Stellen Sie sich mal vor, es würde stinken und Sie müssten eine Gasmaske tragen." Die Motivation wäre dann ungleich höher, aber so sei das Interesse am Klimawandel bei den Menschen kleiner geworden als noch vor ein paar Jahren.

Dabei liege der Schlüssel in uns, in jedem Einzelnen, erklärt der Meteorologe. "Wir müssten mehr Respekt vor der Erde haben." Wie respekteinflößend die Natur sein kann, hat der Wetterjournalist bei einer Reportage in der Arktis gelernt. "Wenn man da so steht und diese Eismassen sieht. So sahen früher die Alpen aus."
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