Captain Cook nimmt 400 Zuhörer mit auf eine muntere Kreuzfahrt
Wellengang in Reger-Halle

Der Kapitän inmitten seiner Passagiere: Darius Hummel alias Captain Cook spielte bei seinem Auftritt in der Max-Reger-Halle auch mal inmitten seiner Fans. Bild: Kunz
Das war früher schon so: Wer mit Captain Cook auf Reisen ging, der lernte ferne Länder, Inseln und Kontinente kennen. Der erlebte Abenteuer, und einmal lief das Schiff sogar auf Grund. Ganz so gefährlich war's am Samstagabend in der Max-Reger-Halle nicht, wo die "Endeavour" zwei Stunden lang vor Anker ging. Dieser Captain Cook kam zwar auch viel herum, aber Mannschaft und Gäste schipperte er behutsam durchs Gewässer.

"Willkommen an Bord" lautete der Titel der Solo-Tournee. Bandleader Cook war mit neuer Besetzung unterwegs. Die maritime Combo bestand aus zwei "singenden Saxofonen" (Darius Hummer und Roland John) - normalerweise sind es drei - Keyboard (Gerhard Kölbl), Schlagzeug (Tom Peroutka), Gitarre (Helmut Rückert) und Bass (Rainer Weck). Das ging auch. 400 Fans waren begeistert von der munteren Kreuzfahrt, feierten die "Blaue Nacht am Hafen."

Und der "Captain" wusste seine Zuhörer zu unterhalten. Er war Garant für die weichen Töne. In schmucken Uniformen spannten die blauen Jungs nicht nur Seemannsgarn, sondern spielten Evergreens, die jeder kannte, die jeder mitsingen konnte. Songs aus den Fünfzigern, Sechzigern und Siebzigern in neuem Korsett.

"Das ist das Meer"

"Hängt Euch ein! Schunkelt! Die erste Reihe nach links, die zweite nach rechts!" Die Zuschauer sollten Wellengang machen. "Das ist das Meer." Und davon wollte er noch mehr. Deshalb setzte sich Captain Cook höchstpersönlich mit seinem Saxofon ins Publikum. Hinter dem Kapitän verbarg sich Darius Hummel. Aus der Taufe gehoben hatte die Band vor 22 Jahren der Komponist und Schlagerproduzent Günther Behrle.

Die Combo war auch schon beim Grand Prix der Volksmusik recht erfolgreich. Nummern wie "Mandolinen im Mondschein" oder "Du bist nicht allein" schafften es von den Verkaufszahlen her bis "Gold". Mit ihren singenden Saxofonen entwickelten Behrle und sein Captain ein Konzept, indem sie seichte Musik neu arrangierten.

Die Weidener hörten weltbekannte Melodien, aber auch Schnulzen wie "La Paloma", "Seemann, lass das Träumen", "Tulpen aus Amsterdam" oder "Hinter den Kulissen von Paris". Letzteren Titel übertrug Captain Cook charmant auf Weiden. Die Band nutzte nicht nur die Bühne, sondern unternahm auch Ausflüge hinein zu den Weidener Musikfreunden. Und die dankten mit tosendem Applaus.
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