"Chor des Weidener Traditionsunternehmens ""Singing Witt"" gab für den Verein ""Hoffnung für Menschen"" ein Benefizkonzert"
Geschäftsführer singen für guten Zweck

"Singing Witt", der Chor des Weidener Traditionsunternehmens, gab für den Verein "Hoffnung für Menschen" ein Benefizkonzert. Der Verein, der sich in Südindien engagiert, besteht seit zehn Jahren. Das Konzert im "Haus der Evangelischen Gemeinde" war ausverkauft, über 420 Plätze waren belegt.

"Wir wollten zum Jubiläum etwas Besonderes bieten und schafften es, dass der Chor mit der Leiterin Stefanie Zühlke-Schmidt zusagte, ein Benefizkonzert zu geben", erklärte die stellvertretende Vereins-Vorsitzende Judith Haslauer. Die Dirigentin urlaubte übrigens in Südindien. "So konnte sie sich von unserer Arbeit in den Kinderdörfern und von der Vereinsarbeit vor Ort ein Bild machen."

Am Ende wirkten 50 Mitglieder im Chor mit. Von den Praktikanten bis hin zu Vertretern der Geschäftsführung: Alle waren dabei. Auch die Solisten kamen ausnahmslos aus den Reihen der Chorsänger.

Empfangen hat die Vorstandschaft die Konzertbesucher an der Saaltür mit der indischen Begrüßung: Alle bekamen einen roten Punkt auf die Stirn. Diese traditionellen Punkte werden mit roter Pulverfarbe aufgetragen. Das Konzert begann mit "Freude schöner Götterfunken" von Ludwig van Beethoven. Dann setzten sich die männlichen Chormitglieder Sonnenbrillen auf und inszenierten musikalisch zu "Hit the Road Jack" von Percy Mayfield einen Beziehungsstreit zwischen den Chor-Geschlechtern. Zwischen den Arrangements betrat Thomas Ebnet, der Vorsitzende, die Bühne. Er stellte den Verein und sein Konzept vor, das sich kurz mit den Worten "Hilfe zur Selbsthilfe" umschreiben lässt. Das Herzensprojekt des Vereins sind die Kinderdörfer. Mittlerweile entstanden elf Häuser an drei Orten, in denen bis zu acht Kinder mit einer Mutter, einer Witwe, leben. Über 700 Patenschaften für die Kinderdorfkinder stehen auf der Habenseite, unterstützt werden zwei Waisenhäuser, für Existenzgründungen ist gesorgt.

Dann folgte ein Liederset im Dialekt: "Weit, weit weg" von Hubert von Goisern. Später kam Pfarrer Antony Sossai auf die Bühne und erzählte als Betroffener - er ist der Sohn einer verwitweten Frau - wie in Indien mit diesen Frauen umgegangen wird. Diese persönliche Erfahrung sei seine Intention dafür, sich für Betroffene einzusetzen. Gemeinsam sangen die Zuhörer mit ihm ein Lied, das der Pfarrer auf der Gitarre begleitete.

Der Abend kam an: Zum Schluss erklatschten die Zuhörer sich noch zwei Zugaben.
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