Das Internationale Keramikmuseum präsentiert uralte Zeitzeugnisse aus Ton
Weltkulturerbe auch in Weiden

Jahrtausendealte Ausstellungsstücke aus einem Dorf im heutigen Thailand beherbergt das Keramikmuseum. Die Hintergründe dazu erläuterte Museumsleiterin Stefanie Dietz (rechts) bei einer Jubiläumsführung. Bild: Otto
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
17.02.2016
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Das Keramikmuseum in Weiden beherbergt viele Schätze, Zeitzeugnisse vergangener Epochen. Eindrucksvolle Beispiele dafür standen am Sonntag im Mittelpunkt: Anlässlich des 25-jährigen Bestehens führte Leiterin Stefanie Dietz Besucher bis ins Jahr 3000 vor Christus - ins heute thailändische Ban Chiang, das 1992 von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt wurde.

In diesem kleinen Dorf hätten Wissenschaftler durch Zufall in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine große Anzahl Tonscherben entdeckt, erklärte Stefanie Dietz. Bei anschließenden archäologischen Grabungen sei man unter anderem auf Tongefäße gestoßen, die man mittels der sogenannten C-14-Methode und später mit der Thermoluminiszenz-Methode datieren konnte.

Aus der frühen Periode, etwa 3000 bis 1000 vor Christus, stammten die Gefäße mit eingedrücktem, einfachem Schnurdekor, meist ohne Bemalung. Als Verzierung fänden sich auch mäandernde Bänder mit eingedrückten Mustern.

Ab etwa 900 bis 400 vor Christus seien die Funde dünnwandiger geworden, mit eingeritztem Dekor und roter Engobe bemalt. Etwa 300 vor bis 200 nach Christus dominierten hingegen dickwandigere Gefäße, mit rotem Pigment bemalt. "Die Stücke dieser späten Epoche erzielen auf dem Kunstmarkt die höchsten Preise." Die eindrucksvollen Ausstellungsgegenstände sind zu den regulären Öffnungszeiten des Keramikmuseums zu sehen. Oder nach Vereinbarung in Verbindung mit einer Führung.
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