Dem Phänomen Zeit auf der Spur
Fotoausstellung der BSW-Foto- und Filmgruppe bis 20. Mai im Maria-Seltmann-Haus

Die BSW-Foto- und Filmgruppe mit Vorsitzenden Herbert Hanauer (Sechster von rechts) präsentiert die Ausstellung "Spuren der Zeit" bis zum 20. Mai im Maria-Seltmann-Haus. Bei der Eröffnung mit dabei waren Gäste aus der Politik und ein Teil der Bildautoren. Bild: Dobmeier

Ihnen reicht oft schon eine 500stel oder gar 1000stel Sekunde, um das flüchtige Phänomen Zeit ins Zweidimensionale zu übertragen und festzuhalten. Die Fotografen der BSW-Foto- und Filmgruppe zeigen dabei auf, wie vielfältig die Spuren der zeit sind.

Die Ergebnisse sind noch bis 20. Mai in der sehenswerten Fotoausstellung "Spuren der Zeit" im Maria-Seltmann-Haus zu sehen. Elf Bildautoren vermitteln Zeiteindrücke mit 42 Fotografien in Farbe oder klassisch schwarz-weiß aus der näheren Umgebung, aber auch aus fernen Ländern. Zu sehen sind das Werden und Vergehen in der Natur genauso wie Friedhöfe, Personen oder ein altes Ziffernblatt.

Die Leiterin des Maria-Seltmann-Hauses, Susanne Meichner, freut sich im Mai traditionsgemäß auf die Ausstellung der BSW-Gruppe Weiden. Sie bezeichnete die Bilder als wirklichen Kunstgenuss, die aufzeigen, wie vielfältig die Zeit Spuren in Gesichtern, Roststellen an einem Gebäude oder alten Häusern hinterlässt. Sie dankte Herbert Hanauer und seinem Team für die Organisation.

BSW-Vorsitzender Hanauer begrüßte die zahlreiche Gäste, darunter den befreundeten BSW-Fotoclub aus Bayreuth, die Fotoclubs aus Pleystein und Vohenstrauß, von der BSW-Ortsstelle Weiden Helmut Fastner und Horst Witzl sowie Gäste der Politik mit Stadträtin Gisela Helgath (Grüne) und die Fraktionsbeiräte Horst Fuchs (SPD) und Maria Sponsel (CSU).

Die Grüße des Oberbürgermeisters überbrachte Stadtrat Norbert Freundorfer. Er zeigte sich erstaunt von der Qualität der Fotos. Nicht nur die "Big Pictures" sind es, die Weltgeschichte schreiben wie ein totes Flüchtlingskind am Strand von Italien. Er erinnerte an die kürzlich gezeigte Ausstellung "NS-Gewaltherrschaft am Beispiel von Weiden", die er auch in der Förderschule Neustadt zeigte und deren Bilder ihn und die Schüler gleichermaßen auch nach 70 Jahren noch berührten und zum Nachdenken anregten. Auch die Bilder der heutigen Ausstellung werden in 70 Jahren immer noch bewegen, erkannte Freundorfer.

Für den Heimatring lobte Vorsitzender Günther Magerl die BSW-Fotogruppe, die seit dem Jahr 2000 Mitglied im Heimatring ist und dabei nur einmal bei einer Monatsversammlung fehlte.

Die Fotografen verstehen es, individuelle Eindrücke ins richtige Licht zu rücken und den jeweiligen Augenblick für die Nachwelt festzuhalten. Er greife immer gerne auf die aussagefähigen Fotos bei Plakaten und bei der Bildpräsentation zum Tag der Heimat zurück und wünschte viel Erfolg für die Ausstellung.
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