Der „andere Max Reger“
Petra Vorsatz berichtet von einem zärtlichen und feinsinnigen Mann – Briefe an die Liebste

Am 2. und 3. Juli bietet die Stadtarchivarin eine Fahrt nach Leipzig an. Ein großes kulturelles Programm, unter anderem ein Orgelkonzert in der Thomaskirche, ist das Kernstück der Fahrt. Schnellstmögliche Anmeldung ist geboten, unter der Nummer 0961-814 104 . Bild: hcz

"Mein lieb, lieb, süß Bräutchen! ... Ich sehne mich so rasend nach Dir, so unendlich." Wer hätte gewusst, dass Max Reger, der gerne als derb und hemdsärmelig beschriebene Komponist, auch solche Briefe geschrieben hat? Die Leiterin des Amts für Kultur, Stadtgeschichte und Tourismus, Petra Vorsatz, sprach am Dienstag vor gut 70 Delegierten des Heimatrings über den "anderen Max Reger".

Tod durch Überarbeitung


Obige Zeilen hatte der berühmteste Sohn Weidens am 30. Juni des Jahres 1902 "abends 9 Uhr" an seine zukünftige Frau, Elsa von Bagenski, geschrieben. Nach der allgemein bekannten Lebensgeschichte Regers - am 19. März 1873 in Brand im Fichtelgebirge geboren, ein Jahr später, wegen des Lehrerberufs des Vaters, nach Weiden gekommen, 1901 nach München gezogen und später in Leipzig, Meiningen sowie Jena gewirkt und schließlich 43-jährig, ein gigantisches Werk hinterlassend, an einem Schwächeanfall wegen Überarbeitung verstorben - berichtete Vorsatz über diese "andere Seite" des großen Komponisten.

Die seitenlangen Briefe an "das liebe Bräutchen" Elsa von Bagenski, deren Gegenbriefe noch nicht ausgewertet sind, sein Hochzeitsantrag, aber auch sein Schreiben an den Weidener Bürgermeister Prechtl, in dem er inständig bittet, dass seine "Heiratsangelegenheit ja richtig erledigt wird", zeigen einen zärtlichen und feinsinnigen Mann. In Weiden erinnern das Max-Reger-Zimmer im Stadtmuseum, die Regerschen Wohnhäuser Oberer Markt 6, Obere Bachgasse 6, Unterer Markt 27 sowie die "Panzerkaserne, schließlich die beiden großen Kirchen, in denen der Musiker gewirkt hat, und Regers Grabstein aus Weimar in der Konrad-Adenauer-Anlage an ihn. Vorsatz' halbstündiger, mit reichlich Bildmaterial unterlegter Vortrag begeisterte die Heimatringmitglieder.

Am 2. und 3. Juli bietet die Stadtarchivarin eine Fahrt nach Leipzig an (siehe Bildtext).

Weitere Termine


Zur Stadtwallfahrt am 22. Mai lud Stadtheimatpfleger Günther Alois Stadler ein. Um 7 Uhr geht es über den Fischerberg zur Dreifaltigkeitskapelle bei Muglhof. Der "Bund der Berliner" bietet Mitfahrgelegenheit am 15. Juni zum Waldwipfelpfad und Max Schmöller vom Geselligkeitsverein "Höhe 308" lud zum Fest mit Wahl der "Weidener Bierkönigin" am Samstag, 11. Juni, ab 18 Uhr, im Zelt auf dem Sportplatz hinter der Johanneskirche ein.
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