Der verflixte 13. Prozesstag: Alle Anwälte da - und trotzdem geht nichts voran

Das seltene Bild: vorne Christoph Rühlmann (Düren), Janusch Nagel (Limburg), Dr. Gunther Haberl (Schwandorf), Dominic Kriegel (Weiden), dazwischen ihre Mandanten und Dolmetscherinnen. Hinten Dr. Jan Bockemühl, Christoph Schönhofer (beide Regensburg), Peter Kanev (Buseck), Gabor Subai (Köln), Franz Schlama (Weiden), Jörg Sodan (Regensburg), nicht am Platz Raphael Brugger (Köln) und der Berliner Ole Sierck. Bild: Götz
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
03.03.2015
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Vollzählig: Das war noch nie da. Am Montag, dem 13. Verhandlungstag, waren sämtliche Verteidiger der fünf Angeklagten im Schleuserprozess anwesend. Es sind je zwei Pflichtverteidiger bestellt, um das lange Verfahren auch bei Fehlgründen führen zu können. Zwei Tschetschenen haben dazu Wahlverteidiger.

Das seltene Bild: vorne Christoph Rühlmann (Düren), Janusch Nagel (Limburg), Dr. Gunther Haberl (Schwandorf), Dominic Kriegel (Weiden), dazwischen ihre Mandanten und Dolmetscherinnen. Hinten Dr. Jan Bockemühl, Christoph Schönhofer (beide Regensburg), Peter Kanev (Buseck), Gabor Subai (Köln), Franz Schlama (Weiden), Jörg Sodan (Regensburg), nicht am Platz Raphael Brugger (Köln) und der Berliner Ole Sierck.

Das Pech am Montag: Ein Großteil der Beweisaufnahme fiel flach. Die 22-jährige Tschetschenisch-Übersetzerin, letzte Woche aus Österreich angereist, meldete sich überraschend krank. Ersatz ist äußerst schwer zu finden. Zeugen aus Polen und Frankreich kamen nicht. Zwei tschetschenische Zeugen, die ihrer Ladung nicht gefolgt waren, wurden vorgeführt.

Eine Frau sagte nicht aus. Der Zweite, laut Anklage Auftraggeber der Schleusung von Verwandten, gab sich ahnungslos: "Ich war damals ehrlich überrascht: Da klingelt es am Abend bei mir in Berlin - und mein Neffe steht mit Frau und Kind vor der Tür."
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