Direktor im Schulamt Weiden/Neustadt Josef Benker zieht in den Ruhestand
"Lehrer zu sein ist schwer, man muss viel arbeiten"

Den Schulrat Josef Benker nehmen die Buben und Mädchen der Klasse 3/4 hier in ihre Mitte. Bild: hfz
Am 1. Juli geht Josef Benker, Direktor im Schulamt Weiden/Neustadt, in den Ruhestand. Er hat in den vergangenen Jahren häufig die Clausnitzer-Grundschule in Weiden besucht.

Josef Benker ist 63 Jahre alt und seit 40 Jahren im Schuldienst. Er lebt in Etzenricht nahe Weiden und hat zwei erwachsene Kinder. Er liebt die Mathematik und hat schon einige Mathematikbücher veröffentlicht. Sein großer Traum wäre es, einmal in das Weltall zu fliegen, um die Erde von oben betrachten zu können.

Warum haben Sie diesen Beruf gewählt?

Josef Benker: Ich wollte schon immer anderen Kindern helfen und habe auch als Student Nachhilfe gegeben. Nach dem Abitur habe ich mir überlegt, ob ich Mathematik Und Physik studieren oder doch lieber eine Lehre als Kfz-Mechaniker machen sollte. Letztendlich studierte ich für das Lehramt. Lehrer zu sein ist schwer, man muss viel arbeiten, auch am Wochenende und man hat immer das Gefühl, man wird nie fertig. Aber für mich war es ein schöner Beruf.

Mochten Sie als Kind die Schule?

Josef Benker: Das kam darauf an, ob ich sie als Pflichtaufgabe oder als Freizeit angesehen habe. Tage mit Probearbeiten gefielen mir nie.

Wie ist es, der Chef von so vielen Lehrern zu sein?

Josef Benker: Es gibt schwierige, aber auch leichte Tage. Es gibt viel Arbeit und nicht immer waren alle Lehrkräfte mit meinen Entscheidungen einverstanden.

Waren Sie selbst einmal Lehrer?

Josef Benker: Nach meinem Studium arbeitete ich als Lehrer an verschiedenen Schulen. So war ich unter anderem an den Schulen in Weiherhammer und in Luhe tätig.

Wer ist aber Ihr Chef?

Josef Benker: Der bayerische Kultusminister Ludwig Spähnle ist der oberste Chef von allen, die im Schuldienst sind, also auch von mir. Mein Vorgesetzter ist aber auch noch der Regierungspräsident der Oberpfalz Axel Bartelt.

Wenn sie noch einmal neu anfangen könnten, würden Sie dann wieder Schulrat werden wollen?

Josef Benker: Schulrat wird man in mehreren Stufen. Nach dem Studium wurde ich Lehrer, dann Konrektor, dann Rektor, dann Seminarleiter und zum Schluss Schulrat.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Josef Benker: Ich wollte etwas mit Technik machen oder Autos reparieren.

Wie könnte man Ihrer Meinung nach an der Schule noch verändern?

Josef Benker: Heute hat sich schon viel verändert. Es gibt weniger strenge Lehrer als früher und auch die Art des Unterrichtens ist anders. Viele Kinder auch an eurer Schule besuchen Kombiklassen.

Natürlich gibt es auch ganz andere Lehrpläne als früher. Aber mir ist etwas besonders wichtig: Die Schüler müssen Verantwortung für ihr Lernen zeigen. Jeder hat es selbst in dr Hand, ob er etwas lernen will oder nicht. Die Lehrer helfen und unterstützen dabei.

Sie gehen in ein paar Wochen in den Ruhestand. Für welche Hobbys haben Sie dann viel Zeit?

Josef Benker: Jetzt werde ich endlich mehr Zeit für eine Ausfahrt mit meinem Trabi haben. Den habe ich selbst restauriert. Oldtimer wieder herzurichten gehört zu meinen Hobbys. Außerdem habe ich mir vorgenommen, viel mehr mit dem Fahrrad zu fahren, und so ein bisschen Sport zu treiben.

Sind Sie Fußballfan?

Josef Benker: Ich bin ein Anhänger vom FC Bayern München. Aber es ist egal, für wen man die Daumen drückt. Es ist doch nur ein sportliches Spiel. Jeder darf dies für sich selbst entscheiden.

Welche Art Musik mögen Sie?

Josef Benker: Eigentlich habe ich keine besondere Lieblingsmusik. Aber von den Beatles besitze ich alle veröffentlichten Alben und die höre ich immer wieder gern.

Klasse 3/4 derClausnitzer-Grundschule Weiden
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