Dirndl und Lederhosen bei Tagung "Tracht im Blick" unter wissenschaftlicher Lupe
Tracht als Bekenntnis zur Heimat

Bei der Tagung "Tracht im Blick" waren als Referenten, Organisatoren und Gäste dabei (von links nach rechts): Verena Corsetti, Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx, Heimatpfleger Karl Hammerl aus Laaber, der Weidener Stadtheimatpfleger Günter Alois Stadler, Vronita Grünauer vom Trachtenverein Neustadt/WN, vom Stadtarchiv Weiden als Gastgeber Dr. Sebastian Schott und Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz, Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl sowie Professor Dr. Walter Hartinger. Bild: Dobmeier
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
06.06.2016
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Zur Tagung "Tracht im Blick - die Oberpfalz packt aus" im Rahmen der Vortragsreihe "Ort der Heimatforschung" begrüßte Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl die Gäste. Er stellte den wissenschaftlichen Ansatz des Zusammentreffens heraus, zu dem auch ein Begleitbuch im Pustet-Verlag erschienen ist. Neun Oberpfälzer Museen widmen sich 2016 der Tracht, die Kultur und Heimatgefühl verbindet.

Auch 1850 in Lederhosen


Als Gastgeberin wies Stadtarchivarin Petra Vorsatz die Gäste im Alten Schulhaus auf die Ausstellung mit Trachten aus der Oberpfalz und dem Egerland hin, die dort noch bis 25. August zu sehen ist. Der Arbeitskreis Heimatforschung Oberpfalz und der Arbeitskreis Landeskunde Ostbayern der Universität Regensburg fungierten als Ausrichter der Zusammenkunft.

Als bekannten Volkskundler in Bayern stellte Appl Professor Dr. Walter Hartinger vor, der über die Wittelsbacher und "ihr" Volk im 19. Jahrhundert sprach. Dabei erläuterte er die Reglementierung für das einfache Volk und die Rolle des Königshauses mit kulturhistorischen Erkenntnissen.

Von den Physikatsberichten der staatlichen Amtsärzte berichtete Verena Corsetti aus Regensburg. Sie nahm Stellung zu Wohn- und Kleidungsverhalten um 1850 sowie zu Tracht und Mode in der Oberpfalz. Vom bäuerlichen Kleid zur Trachtenerneuerung, das war das Thema von Dr. Monika Ständecke. Die Kultur- und Textilhistorikerin aus Pfaffenhofen ging auf die Idee bis hin zur Ästhetik der Tracht ein.

Klöppeln und gucken


Über die im Grenzraum zu Tschechien betriebene Klöppelindustrie und die dazugehörigen Schulen in Schönsee und Tiefenbach mit Trachtenproduktion berichtete Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx aus Cham. Eine Führung durch die laufende Trachtenausstellung mit Dr. Sebastian Schott stellte den Bezug zur gelebten Tracht in der Oberpfalz und dem Egerland her.
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