Es wird wieder geplattlt
"Almrausch belebt alte Tradition

Beim Gebirgstrachtenverein Almrausch wird schon fleißig geübt. 1.Vorplattler Rudi Bauernfeind ist zuversichtlich, dass zur Maibaum-Aufstellung des Heimatrings am 1. Mai acht Paare einen "Bandl-Tanz" aufführen, einen Formationstanz, der mit einem Schuhplattler endet. Bild: hcz

"Sitt' und Tracht der Alten - wollen wir erhalten" und: "Treu dem guten alten Brauch". Der Erhalt des Brauchtums liegt den Trachtenvereinen am Herzen. Dazu gehört in Altbayern auch das Schuhplattln. In Weiden belebt der Gebirgstrachtenverein "Almrausch", als einziger der drei Trachtenvereine, diese schöne alte Tradition wieder.

Einige Jahre schon hat es keinen öffentlichen Plattl-Auftritt mehr gegeben. Der Grund dafür ist einfach, stellt Vorplattler Rudi Bauernfeind fest. Es mangelte an Aktiven. "Mit vier oder fünf Leuten kannst du keine Vorführung machen", sagt er. Doch seit gut einem halben Jahr füllen sich die Reihen wieder. Es kommen "Buam und Deandln" aus der Kinder- und Jugendgruppe des Vereins nach, die Interesse am Volkstanz und am Plattln haben.

"Es klappt schon ganz gut"


Obwohl Vorplattler Bauernfeind zurzeit beruflich in Bremen weilt, wird, mit Unterstützung von Zweitem Vorplattler Bernhard Simbeck, jeden zweiten Freitag im Vereinsheim "Almrausch" geübt. Zur Maibaum-Aufstellung des Heimatrings am 1. Mai will man so weit sein. Acht Paare sollen dann um den Maibaum einen "Bandl-Tanz" aufführen, einen Formationstanz, der mit einem Schuhplattler endet. Genau choreografiert will dabei das Schwingen, Bänderübergeben, Ein- und Ausdrehen sein. Doch Bauernfeind ist voller Lob für seine junge Truppe: "Es klappt schon ganz gut".

Das Plattln sei ursprünglich ein "Werbetanz" gewesen, erläutert Bauernfeind. Je wagemutiger, je kühner die Sprünge, desto mehr habe man die umworbenen "Deandln" beeindruckt. Stampfen, "Dreier-" und "Sechser-Schläge", dazu Hochsprung - eigentlich sei es bei jedem Plattler immer das Gleiche.

Die Namen der Plattler leiteten sich meist von den Orten ab, an denen sie entstanden seien, wie zum Beispiel "Haushamer", "Ruhpoldinger", "Wendelsteiner", "Allgäuer", "Miesbacher" oder "Ammerseer". Am schwierigeren "Auerhahn" erkenne man leicht die Herkunft als "Balz-Tanz".

Übrigens: Unser Berichterstatter erlernt, wegen einer Wette, zurzeit das Plattln - und stellt sich noch ziemlich "unglampfert" an. Bis zum gemeinsamen Gartenfest von "7er-Kameradschaft" und "GTV Almrausch" am 17. Juli im Hof der "Almhüttn" muss er wenigstens den einfachen "Ruhpoldinger" beherrschen.
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