„Fazzoletti“ aus Nürnberg begeistern die Fans im Bistrot Paris mit einem lässigen Stilmix
Delikater Funky Future Jazz

"Fazzoletti" mischten am Freitag im Bistrot Paris Soul und Jazz - und das Publikum auf. Bilder: Otto

Delikater Funk mit einer großen Prise allerfeinstem Jazz - beim Club Gig von "Fazzoletti" im Bistrot Paris erleben am Freitag die Jazz-Aficionados einen hochenergetischen Mix aus dem besten beider Welten.

Und auch wenn "Fazzoletti" auf Deutsch Taschentücher heißt: die Formation, die auf Einladung des Jazz-Zirkels in die Oberpfalz gekommen war, hisste nicht die weiße Flagge, sondern ging gleich in die Vollen - auch nach 30 Jahren mit mächtig Power. Seinerzeit zu dritt - mit K.J. Ross an der Gitarre, Rainer Buschke am Saxofon und Fips Buschke an den Keyboards.

Hauptsache Spaß


Auf der Bühne des Bistrot Paris stehen am Freitag Abend bis zu neun ausnahmslos exzellente Musiker und enthusiastische Solisten, die offensichtlich großen Spaß an dem haben, was sie tun. Mit treibenden Bläsersätzen, exzellent ausbalanciertem Gitarren-Sound, wabernden Analog-Synths und perfekt abgestimmter Rhythmus-Fraktion drücken die Musiker ihren Stücken den charakteristischen "Fazzoletti"-Stempel auf. Mitunter kommt der Sound zunächst ein wenig schräg daher, ergibt aber nach ein paar Takten wieder Sinn. Womit wir beim Thema exzentrische Bühnenpräsenz wären. Der Meister in diesem Fach: Keyboarder Fips Buschke. Im rosafarbenen Flokati-Mantel, die Haare im wabernden Takt seines Instruments locker schwingend bedient er virtuos seine zum Teil antiken Synthies. Er haut in die Tasten, dreht an den Reglern und macht regen Gebrauch von seinem Vocoder.

Soul ist zeitlos


Der immer nach vorne getriebene Future Funk Jazz von "Fazzoletti" bekommt Unterstützung von zwei glänzende Stimmen. Julia Fischer und Joe McCoy begeistern ganz unprätentiös mit warmer Stimmfarbe und hörbar tiefer Leidenschaft für das zeitlose Genre Soul.
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