Freundeskreis Weiden der Evangelischen Akademie Tutzing“ veranstaltet am 16. Und 17. Juli den ...
Tutzing in Weiden

Als "gleichberechtigtes Sprecherkollegium" organisieren sie seit Jahren das Veranstaltungsprogramm des Freundeskreises Weiden der Evangelischen Akademie Tutzing (von links) Dr. Helmuth Hülsmann, Dr. Uta Doenitz, Karin Holl, Dr. Ehrenfried Lachmann und Gertraud Hülsmann. Bild: sbü
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
09.07.2016
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Nicht mehr viele wagen es, mit anspruchsvollen Themen aus Kultur und Gesellschaft die Menschen begeistern zu wollen. Was der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing seit Jahren leistet, verdient aber Bewunderung.

Die Organisatoren selbst bleiben eher im Hintergrund, aber ihre Veranstaltungen stoßen seit Jahrzehnten auf großes Publikumsinteresse. Jetzt treten sie erstmals stärker an die Öffentlichkeit. Der "Örtliche Freundeskreis Weiden der Evangelischen Akademie Tutzing" veranstaltet am 16. Und 17. Juli den "Bayerntag 2016" und hat alle 21 örtlichen Freundeskreise der Akademie Tutzing aus ganz Bayern eingeladen.

Offene Veranstaltungen


Seit 1988 besteht dieser Freundeskreis in Weiden und bereichert das kulturelle Leben der Region. "Viele denken, wir wären eine geschlossene Vereinigung, dabei kann jeder unsere Abendveranstaltungen besuchen oder sogar auch Mitglied werden" sagen übereinstimmend die fünf Sprecher der Vereinigung. Dr. Ehrenfried Lachmann, Karin Holl, das Ehepaar Gertraut und Dr. Helmuth Hülsmann sowie Dr. Uta Doenitz waren zusammengekommen, um ihre Vereinigung selbst sowie das Programm des von ihnen erstmals organisierten Bayerntages vorzustellen.

Gegründet wurde der örtliche Freundeskreis Weiden im Jahre 1988 durch das Ehepaar Hülsmann. Noch immer sind beide im Freundeskreis sehr aktiv. Sie erinnern sich auch an die erste Veranstaltung im Jahre 1988, als der langjährige Chefredakteur des Bayrischen Rundfunks, Heinz Burkhart, über das Thema "Politik von der Kanzel" referierte. Der Vortrag löste damals heftige Diskussionen aus, erzählt Hülsmann. Seither hat sich der Freundeskreis Weiden Jahr für Jahr mit circa 10 Veranstaltungen mit Themen aus Gesellschaft, Kultur, Politik und Theologie an die Öffentlichkeit gewandt.

"Wir konnten immer viele namhafte Referenten aus ganz Deutschland gewinnen" berichtet Lachmann. Und er erinnert an die vielen Veranstaltungen der letzten Jahre. So zum Beispiel an die Vorträge von Professor Dr. Eugen Drewermann über "Wege zur Menschlichkeit und die Apostelgeschichte" und des Politologen Prof. Dr. Stefan Bierling über die Außenpolitik der USA. Meistens ging es um Themen wie Demokratie und Toleranz, Europäische Geistes- und Kulturgeschichte, aber auch über naturwissenschaftliche Fragestellungen. "Wir wollen bewusst auch anspruchsvollere Themen in die Region tragen" sagen alle Sprecherinnen und Sprecher des Freundeskreises.

Mit Parteipolitik wollen sie sich allerdings nicht befassen. Sehr wichtig erscheint auch der Hinweis auf die regelmäßige jährliche Fahrt zu wichtigen Ausstellungen außerhalb von Weiden. Zuletzt ging es zu den Ausstellungen über Kaiser Karl IV in Prag und zu "Napoleon und Bayern" in Ingolstadt. Geplant ist im kommenden Lutherjahr eine Fahrt nach Erfurt.

Werbung für die Stadt


Doch zunächst gilt es für das Sprecherkollegium des Freundeskreises, den Bayerntag für alle 21 örtlichen Freundeskreise zu organisieren. Das Programm beginnt am 16.7. um 11 Uhr mit dem Empfang beim Oberbürgermeister im Neuen Rathaus. Bei den Besuchern soll vor allem auch Werbung für die Stadt Weiden gemacht werden. Deshalb gibt es eine Stadtführung sowie einen Besuch des Keramikmuseums. Ein Höhepunkt ist auch das Orgelkonzert mit Hanns-Friedrich Kaiser am ersten Veranstaltungstag um 17 Uhr in der Michaelskirche. Bei freiem Eintritt sei dazu auch die Bevölkerung eingeladen. Der Bayerntag endet mit einer Führung durch das Kloster Speinshart. Ein wenig Werbung für die Mitgliedschaft im Freundeskreis der evangelischen Akademie Tutzing wollte das "Tutzing-Kollegium-Weiden" auch noch machen. Über www.ev-akademie-tutzing.de (Webseite Freundeskreis) kann die Mitgliedschaft eingetragen werden.

Wir konnten immer viele namhafte Referenten aus ganz Deutschland gewinnen.Dr. Ehrenfried Lachmann
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