Frischgebackene Landwirtschaftsmeister erhalten Meisterbrief in Max-Reger-Halle
Landwirte einfach meisterhaft

Grund zur Freude bei der Meisterbriefübergabe in der Max-Reger-Halle: Fabian Baumgart, Peter Hammer, Thomas Hösl, Johannes Hösl, Sebastian Meißner, Johannes Nickl, Markus Pausch und Michael Walter aus dem Landkreis Neustadt/WN dürfen sich seit Freitag als Landwirtschaftsmeister bezeichnen. Bild: Götz
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
28.02.2015
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Sie haben für ihr Ziel sprichwörtlich hart "geackert". Nun erhielten sie auch endlich ihre Belohnung: den Meisterbrief. Die frischgebackenen Landwirtschaftsmeister der Oberpfalz feierten am Freitag in der Max-Reger-Halle ihren Abschluss.

"Landwirt ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Seien Sie Meister Ihres Fachs und sich Ihrer Verantwortung bewusst." So lauteten die Worte von Dr. Michael Karrer vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am Freitag bei der Meisterbriefübergabe an die Landwirtschaftsmeister der Oberpfalz. Kreativität, unternehmerisches Geschick sowie lebenslanges Lernen seien in diesem Beruf unabdingbar.

Auch Dr. Angelika Regner-Hutter, Leiterin des Bereichs Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz der Regierung Oberpfalz, betonte das Engagement, die Zielstrebigkeit und die Ausdauer, die die Absolventen für ihren Abschluss aufbringen mussten. "Meister sein, heißt Kompetenz besitzen und Vorbild sein." Ebenso schloss sich Oberbürgermeister Kurt Seggewiß an: "Es sind drei Dinge, die einen Meister ausmachen: Wissen, Können und Wollen. Und all diese Dinge haben Sie bereits unter Beweis gestellt." Auch er übermittelte den erfolgreichen Landwirtschaftsmeistern in seiner Rede die besten Glückwünsche.

Andreas Graf als Bester

Eine besondere Freude war es Moderator Gerhard Gradl, Leiter des Bereichs Landwirtschaft an der FBZ Almesbach, die besten Absolventen zu ehren. Andreas Graf aus Almenhof bei Maxhütte-Haidhof erreichte die Traumnote 1,08 und erhielt dafür vom Bayerischen Bauernverband (BBV) ein Stipendium für einen Kurs zur Persönlichkeitsbildung. Zu den 20 Prozent der Besten zählten außerdem Stefanie Mark aus dem Landkreis Tirschenreuth sowie Andreas Zielbauer aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Die Jahrgangsbesten erhielten für ihre herausragenden Leistungen, zusätzlich zum Meisterbonus von 1000 Euro, den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung in Form einer Medaille.

Aus dem Landkreis Tirschenreuth dürfen sich seit Freitag als Landwirtschaftsmeister bezeichnen: Christian Bauer, Thomas Gradl, Christian Gradl, Klaus Grillmeier, Michael Lang und Josef Weiß. Aus dem Landkreis Neustadt sind es: Fabian Baumgart, Peter Hammer, Thomas Hösl, Johannes Hösl, Sebastian Meißner, Johannes Nickl, Markus Pausch sowie Michael Walter.

Im Rahmen der Meisterbriefübergabe wurden außerdem Ausbilder in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Meisterinnen und Meister (AGM) in der Oberpfalz geehrt. Für ihr besonderes Engagement im Bereich der Nachwuchsförderung erhielten Johann Beer aus Albersrieth, Gerhard Diepold aus Speinshart sowie Alois Lukas junior aus Weiden eine Urkunde. "Sie legen mit Ihrer Arbeit ein solides Fundament für den Nachwuchs", betonte Gradl.

Goldener Meisterbrief

Die besondere Auszeichnung des "Goldenen Meisterbriefs" bekam Landwirtschaftsmeister Xaver Stepper aus Ehringsfeld, Gemeinde Ursensollen. Damit wurde sein besonderes Engagement, das er in die Ausbildung angehender Landwirte investiert, gewürdigt. Bereits 26 Auszubildende und 4 Praktikanten haben von seinen Kenntnissen profitiert. Friedhelm Bleicher, Vorsitzender der AGM, appellierte auch an die jungen Meister, sich nicht auf ihren Lorbeeren auszuruhen. Im Gegenteil: Sie sollen ihr Wissen auch in Zukunft auf dem Laufenden halten und sich für den Nachwuchs einsetzen. Vor allem der Austausch der Landwirte untereinander sei ein wichtiger Aspekt, um auf dem aktuellen Stand in ihrem Beruf zu bleiben und den Betrieb stetig zu verbessern.

Für musikalische Unterhaltung sorgte die Kreismusikschule Neustadt an der Waldnaab unter der Leitung von Karl Wildenauer. Mit der Bayernhymne wurde der feierliche Akt der Meisterbriefübergabe geschlossen. Es folgte ein gemeinsames Mittagessen.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/landwirtschaftsmeister
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