Für die Zukunft gut gerüstet

Die Auszeichnung der Prüfungsbesten nahmen Kreishandwerksmeister Karl Arnold und Tassilo Heimberg gemeinsam vor und beglückwünschten dazu auch die Lehrherren. Bilder: R. Kreuzer (2)

190 Auszubildende aus acht verschiedenen Berufsbildern hatten sich zur Wintergesellenprüfung angemeldet. 177 bestanden, 9 von ihnen sogar mit der Note "sehr gut". Kreishandwerksmeister Karl Arnold sprach die erfolgreichen Gesellen nun frei.

Weiden. (kzr) Musikalisch gestaltete das Vokalensemble "Charms" der Musikschule Vierstädtedreieck unter der Leitung von Joachim Steppert die Feierstunde in der Max-Reger-Halle. Kreishandwerksmeister Karl Arnold dankte in erster Linie den Eltern, die an ihre Kinder geglaubt hatten. Sein Dank galt aber auch dem Handwerk, das Ausbildungsplätze bereitgestellt hatte und den Lehrkräften, die sich mit großem Engagement um die Auszubildenden gekümmert hatten. Arnold sprach die Lehrlinge frei von ihren Pflichten und forderte die jungen Leute auf: "Freispruch - machen Sie was daraus."

Lernen steht ganz oben

Die Festansprache hielt der geschäftsführende Vorstand der Berufsschule St. Michaels-Werk in Grafenwöhr, Tassilo Heimberg. "Durch eigenen Einsatz und großen Willen haben es die Gesellen bis hierher geschafft, haben Steine aus dem Weg geräumt und sich ein Päckchen ,Haumichdrauf' als Ansporn eingeworfen." Eifriges Lernen stand dabei ganz oben. Die Jugendlichen hätten sich ihre Fähigkeiten hart erarbeitet. Jetzt müssten sie neue Entscheidungen treffen. "Das große Thema des 21. Jahrhunderts ist Bildung, ein wesentlicher Schlüssel als Versicherung gegen Arbeitslosigkeit", sagte der Redner.

Gebraucht würden kluge Köpfe mit innovativen Ideen, da vieles im Wandel sei. "Daher gilt: Lebenslanges Lernen ist im Handwerk unerlässlich. Sie alle sind in der Lage, gute und qualifizierte Arbeit zu leisten. Setzen Sie Ihre Arbeit mit dem bisherigen Schwung fort."

In seinem Grußwort unterstrich Landrat Andreas Meier, dass das Handwerk ein wichtiger Baustein auch für die Region ist. "Ich habe schon viele Firmen besucht und dabei hochwertige, qualifizierte und herausragende Produkte gesehen. Im Handwerk haben junge Menschen eine große Perspektive." In vielen Handwerksberufen könnten die Jugendlichen zudem einen hohen Bildungsabschluss draufsatteln. Meier rief die Unternehmer auf, auch Menschen, die als Asylbewerber in die Region kommen, aufzunehmen. Sie seien hungrig nach Ausbildung. Selbst wenn der Aufwand höher sei und Sprachbarrieren überwunden werden müssten, seien Asylanten eine Bereicherung.

Mit Urkunden zeichnete Kreishandwerksmeister Arnold zusammen mit Tassilo Heimberg die Besten aus: Christian Diduch und Simon Hußlein (Metallbauer) arbeiten bei FAS FörderAnlagenSysteme, Parkstein. Michael Bodensteiner, Felix Plößl und Michael Wild (Elekroniker-Automatisierungstechnik), arbeiten bei Witron Logistik und Informatik GmbH, Parkstein. Johannes Freihart (Elektroniker-Automatisierungstechnik) ist bei der Firma Spangler, Dietfurt, beschäftigt, Thomas Sorgenfrei (Elektroniker-Automatisierungstechnik) bei F.EE-Industrieautomation GmbH in Neunburg vorm Wald, Thomas Helf (Mechatroniker) bei Strama-MPS Maschinenbau, Straubing und Markus Tretter (Anlagenmechaniker) bei Heizungs-Sanitär-Solar Daubenmerkl GmbH, Waldthurn.

Acht Berufsbilder

Michael Bodensteiner dankte namens der Prüflinge für die Ausbildung. Abschließend überreichten die Prüfungsvorsitzenden die Zeugnisse. Der Prüfung stellten sich 31 Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, 52 Metallbauer, 12 Feinwerkmechaniker, 19 Elektroniker (Energie- und Gebäudetechnik), 51 Elektroniker (Automatisierungstechnik), 15 Mechatroniker, 6 Schreiner und 4 Holzfachwerker.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.