Gäste von Project-X-Party enttäuscht
"700 feiern, 50 geiern"

Überrascht von der Kritik zeigen sich die Veranstalter der Project-X-Party. Besuch und Stimmung seien in der Mehrzweckhalle gut gewesen. Bild: fz

Kopfschmerzen nach der Riesensause? Geschenkt. Die Nachwehen der Project-X-Party vom Wochenende gehen tiefer. Sie gipfeln gar im Vorwurf, die Veranstalter hätten leere Versprechungen gemacht, "nicht abgeliefert", so der Vorwurf von Roman Stel. Er fordert - mit weiteren Enttäuschten - sein Eintrittsgeld zurück.

Feiern bis zum Morgengrauen war versprochen, erinnert der 21-Jährige. "Doch Schluss war bereits um 3 Uhr. Da war's noch finster." Noch um 2 Uhr hätten neue Gäste den vollen Eintrittspreis zahlen müssen. Die Mehrzweckhalle sei in der Nacht zum Sonntag heillos überfüllt gewesen. Wohl auch deshalb seien Raucher, die sich draußen ein Päuschen gönnten, vom Sicherheitsdienst nicht mehr in die Halle gelassen worden.

Die Veranstaltung selbst bezeichnet der Bankwirt als Unverschämtheit. Die "Feuershow" habe sich auf "größere Wunderkerzen" beschränkt. "Die Deko war mehr als dürftig." Das Project-X-Club-Team habe die jungen Leute, denen in Weiden sowieso nur begrenzte "Ausgehmöglichkeiten" hätten, "bis zum Letzten abgezockt", betont Stel und fordert: "Zahlt den Leuten zumindest das Eintrittsgeld zurück." Für all die Gäste habe es nur sechs Bedienungen gegeben. "Es war unerträglich heiß. Aber es gab nicht mal Ventilatoren. Das Ganze war für uns ein Riesenreinfall. Wir wurden um einen schönen Abend gebracht."

"Fette Party"

Deutlich weisen die Veranstalter die Kritik zurück: "Wir haben eine fette Party nach Weiden gebracht: 700 haben gefeiert, 50 geiern", kommentiert Diana Hoyer von der Regensburger AH Veranstaltungs UG. "Wir haben geliefert." Die Sicherheitsvorkehrungen seien zu jeder Zeit eingehalten worden.

Dass einige Ankündigungen nicht realisiert werden konnten, lag etwa an den überraschenden Auflagen der Stadt Weiden, erklärt Hoyer. So wurde etwa die Sperrzeitverkürzung bis zum Morgengrauen nicht gewährt. Dass um 3 Uhr Schluss sein musste, habe aber nahezu jeder Partygast gewusst. Auch nach 3 Uhr sei den Rauchern die Rückkehr in die Halle gewährt worden, damit sie ihre Sachen abholen konnten. Sie bedauere, dass Roman Stel mit dem Gang an die Öffentlichkeit "seinem Frust" freien Lauf lasse "und uns eine Hetzkampagne an die Füße nagelt". "Wir haben uns wirklich nichts vorzuwerfen."

Diese Ansicht vertritt auch Rik Harris (offizieller Project-X-Tour DJ). Er verweist darauf, dass für die Veranstaltung zwei Parteien verantwortlich seien. Die Project-X-Clubtour werde durch die örtliche AH-Veranstaltungen gebucht und liefere Konzept sowie inhaltliche Themen, stelle Hüpfburg, Pyro, Feuershow, Liliputaner, College Girls Tänzerinnen "Stadion Confetti Shot", Tour-DJ, die Animation und das Layout. AH oblagen Gastronomie (Bars, Getränkepreise, Personal), Einlass (Türsteher, Eintritt, Wartezeiten und Wiedereinlass) sowie Werbung, Kommunikation über Facebook sowie Genehmigungen rund um die Mehrzweckhalle.

95 Prozent der Kritikpunkte beträfen damit Zuständigkeiten des örtlichen Veranstalters, "nicht uns als Clubtour". Letztendlich gelte für die Gäste der Project-X-Party der Spruch: "Feiern müsst ihr schon noch selbst."
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