Gartenzwerg auf Tauchstation

Schüler aus sechs europäischen Ländern empfingen an der FOS/BOS der Schulleiter Emil Gruber (vorne, rechts), Stellvertreterin Gabriele Dill (vorne, Zweite von rechts), Florian Staufer (vorne, Zweiter von links) und Veronika Neuberger (vorne links). Bild: hfz/Marisa Carniato

Der typische Deutsche ist ein notorischer Nörgler. Er trägt von Geburt an Lederhosen und hat eine Vorliebe für Gartenzwerge. Aber: Alles nur ein Klischee. Das erfuhren 24 Schüler aus sechs verschiedenen Ländern an der FOS/BOS.

Der Grund für den internationalen Besuch in Weiden ist das EU-Programm für schulische Bildung namens Comenius, an dem sich die FOS/BOS seit 2013 beteiligt. "Unsere Schüler sind sehr daran interessiert, andere Kulturen kennenzulernen", sagte Florian Staufer, Koordinator des Comeniusprojekts an der Schule. "Der gegenseitige Besuch aller teilnehmenden Schulen ist ein wesentlicher Bestandteil."

Für eine Woche hatten sich 36 Schüler und Lehrkräfte aus Finnland, Italien, Österreich, Schweden, Spanien und der Türkei in Weiden getroffen, um sich im Kontext der Globalisierung über Aspekte der kulturellen Identität auszutauschen. Unter dem Motto "Different Faces of Europe" stellten die Schulen ihre jeweils landestypischen Handwerkskünste vor. "Wir haben unsere Gäste über die Herstellung von Porzellan, Honig, Zoiglbier und Lebkuchen informiert, weil das für unsere Region typisch ist", erklärt FOS-Schülerin Hannah Mehler. Neben Präsentationen, Workshops und Unterricht gab es ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm, welches das Comeniusteam um Florian Staufer und Jacob Weiß zusammengestellt hatte.

Herzlich aufgenommen

Das internationale Comenius-Projekt hat auch in Weiden das Ziel, europaweite Freundschaften zu knüpfen und dabei Vorurteile gegenüber anderen Kulturen abzubauen, nicht verfehlt. "Ich wusste nicht, dass die Deutschen so herzlich sind", sagte Dirennur Büyükbudak aus Istanbul. Einen Gartenzwerg habe sie bei ihrer Gastfamilie nicht entdeckt.
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