Hans Hofmann von den "Lustigen Konradern" plant sein nächstes Großprojekt
Theater um Franziskus

Hans Hofmann will's nochmal wissen. Nach seinem "Bruder Konrad"-Spiel, dem "Bayerischen Jedermann", "Bayerischen Faust", "Schinderhannes" und "Bernadette" möchte das Ehrenmitglied der "Lustigen Konrader" 2017 die Geschichte vom Heiligen Franziskus inszenieren.

Seine Idee unterbreitete er am Freitag in der Hauptversammlung der "Lustigen Konrader". Als Skriptvorlage für sein achtes Großprojekt dient ihm das Buch "Mein Franz von Assisi" von Nikos Kazantzakis. "Ich habe mir schon bei der Papstwahl im März 2013 erste Gedanken gemacht", erklärt Hofmann. Warum gerade Franziskus im Pomp von Rom? Gibt es eine Revolution im Vatikan? Aber natürlich hat sein Stück nichts mit dem Papst zu tun.

Schwierige Quellensuche


Anfangs gab's viele Fragen zu klären. "Wo schaue ich nach? Vielleicht im Internet?" Zunächst habe er sich an der "Legende der drei Weggefährten" orientiert. Dann habe er sich mit der damaligen Pfarrgemeindereferentin von St. Konrad, Christina Ziegler, über das Thema unterhalten. Sie hatte ihre Facharbeit über den Heiligen Franziskus geschrieben. Und weil der Geburtstag anstand, habe er sich ein Buch über den Heiligen gewünscht. Aber "Franziskus der Rebell" lieferte Hofmann nicht das, was er brauchte. Zu wenig Stoff für ein Theaterstück. "Ich brauche Dialoge." Fündig wurde er im Buch "Franziskus von Assisi" von Helmut Feld, das wenigstens Briefe beinhaltete. Der Durchbruch kam dann in Altötting, wo Hofmann ein kleines bebildertes Büchlein entdeckte. "Jetzt wusste ich wenigstens, wie die Leute damals ausgesehen haben."

Dann kamen Krankheit, Reha und viel Zeit zum Überlegen. Im Mai letzten Jahres kaufte sich Hofmann einen Laptop und schrieb einen ersten Entwurf zusammen. Er schmökerte in Luise Rinsers "Dr. Feuer". Doch schließlich war es Schwiegersohn Norbert, der das "alte, gebrauchte" Kazantzakis-Büchlein in Mailand auftrieb - und damit die Lösung. "Das war es, was ich gesucht habe. Dialoge, Gespräche mit einem Gegenüber, die ich dann in meinen Entwurf einfügte." Ganz leicht sei das nicht gewesen. "Aber so entstand mein Theaterstück." Im genauen Wortlaut heißt das Hans-Hofmann-Stück: "Franziskus - der Suchende, der Besessene, der Liebende und Bruder Immerfroh".

Die Geschichte des Heiligen wird im Oktober 2017 in der Konradskirche aufgeführt. Es gibt 20 Bilder. Das Stück fasst einen Zeitraum von 44 Jahren zusammen, von der Taufe des Giovanni über dessen Saufgelage bis zur Begegnung mit Aussätzigen und dem Tod des Heiligen Franziskus im Jahr 1226. "Nur eines spüre ich, Freude und Jubel! Wir singen und wir singen!" Natürlich wird Hofmann auch wieder einen Chor integrieren. Jetzt sucht er Mitwirkende. Rund 70 Personen wird das Stück umfassen. Von den Brüdern Franziskus über Tänzer bis zum Volk.

Leseprobe im November


Früher hat Hofmann seine Großprojekte im dreijährigen Turnus inszeniert. Diesmal wurden es - krankheitsbedingt - fünf Jahre. Die erste Leseprobe ist für November anberaumt. Geplant sind drei Aufführungen. Bis Ostern können sich Interessenten melden, die größere oder kleinere Rollen übernehmen oder bei Kulissenbau, Technik oder Regie mithelfen wollen. Für die Kostüme will sich Hofmann zusammen mit Pfarrer Johannes Lukas von St. Konrad in Franziskaner-Klöstern umsehen.
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