"Heimatkreis Tachau" zeigt Werke von Kilian Schönberger im Kulturzentrum
Fotografien voller Mystik

Wie Kilian Schönberger zur Fotografie gekommen ist und warum ihn der Oberpfälzer Wald und der Böhmerwald ganz besonders fesseln, das erläuterte sein Vater Josef Schönberger (links), den Gästen der Ausstellungseröffnung im Kulturzentrum Hans Bauer. Der Heimatkreis Tachau hatte die Veranstaltung organisiert. Bild: Kunz

Nebel ist sein liebstes Stilmittel und essenzieller Bestandteil seiner fotografischen Handschrift. Auch sein "Verzaubertes Land" mit Motiven aus dem Böhmerwald und Oberpfälzer Wald hat mystische Orte zum Inhalt. Am Samstag eröffnete der "Heimatkreis Tachau" im Kulturzentrum Hans Bauer eine Ausstellung mit Fotografien von Kilian Schönberger.

Der Künstler ist in Tännesberg aufgewachsen, kennt also die Gegend, und wohnt heute in der Medienstadt Köln. Wie sein Vater Josef Schönberger bei der Vernissage betonte, interessierte sich Kilian Schönberger schon früh für Sagen, aber auch für Natur und Landschaft. Die Sagen des klassischen Altertums hatten es ihm angetan, Dietrich von Bern oder Siegfried von Xanten waren seine Helden.

Der Oberpfälzer Wald in den Altlandkreisen Vohenstrauß und Oberviechtach seien Schönbergers Bezugsrahmen für diese Phantasiewelt gewesen. Die hiesigen Burgen, Berge und Wälder hätten für ihn vortreffliche Bühnen zu den zuvor gelesenen Sagenstoffen ergeben.

Nach dem Abitur am Ortenburg-Gymnasium in Oberviechtach studierte Kilian Schönberger Geographie. Während seiner Auslandsaufenthalte in Norwegen oder auf Island sei dann die Fotographie immer tiefer in sein Leben eingedrungen. "Nach dem Studium wagte er den Schritt in die professionelle Fotografie." Seine Bilder seien nicht nur reine Naturdokumente, sondern gleichzeitig auch visuell erlebbare Räume.

Diese Räume zeigt Schönberger auf großformatigen Abdrucken in der Galerie des Alten Schulhauses. Ziel ist es, die Augen des Betrachters für die Wahrnehmung des Besonderen sowohl im scheinbar Alltäglichen, als auch im Verborgenen, zu öffnen. Der Profi-Fotograf ist an Büchern beteiligt, die unter anderem die Bayerische Staatsregierung zum G7-Gipfel in Elmau aufgelegt hat.

Derzeit arbeitet er mit Tierfilmer Andreas Kieling an einem gemeinsamen Buch. Als visueller Bezugsrahmen diene seinem Sohn die Malerei von Caspar David Friedrich, erzählte sein Vater Josef Schönberger. So gebe er jedem Landstrich seinen eigenen Reiz. Gezeigt werden Moore, Burgen, Ruinen, Schluchten, Felsen, Berge und Kirchen.

Besonderes im Alltäglichen


Kilian Schönberger kenne die Schönheit des Oberpfälzer Waldes und des Böhmerwaldes. Ihm gelinge es in scheinbar alltäglichen Augenblicken das Besondere zu erkennen. Dazu ziehe er mit vollem Gepäck oft schon Stunden vor Sonnenaufgang los. Seine Bilder geben durchaus einen Eindruck von Fluchterlebnissen. Auch von Weite, Kraft und Zukunft und damit einen Zusammenhang mit der Thematik des Schicksals der Sudetendeutschen.

Der Oberpfälzer Wald in den Altlandkreisen Vohenstrauß und Oberviechtach war Kilians Bezugsrahmen für die Phantasiewelt der Sagen.Josef Schönberger, Vater des Fotografen Kilian Schönberger
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