Humoristen von Gewerkschaft Komba sorgen für Aufruhr
Posthumer Humor

Einmal mehr nahm die Gewerkschaft Komba mit Alfons Ernstberger (von links) die lokale und überregionale Politik auf die Schippe. Protagonisten: Klaus Hartung, Sandy Klughardt und Manfred Meßner. Bild: Kunz

Die Humoristen sind altbekannt. Die Pläne, die sie enthüllten, nicht. Alles zwar nur ein Witz beim Komba-Kabarett. Der sorgte aber trotzdem für Aufruhr.

Undank sei der Welten Lohn. Wer als städtischer Mitarbeiter auf posthume Lorbeeren setzt, liegt künftig falsch. Grabreden für verblichene "Verdiente" seien nämlich gestrichen, dem Sparzwang geopfert. Dies machten "der rote Mane" und "der schwarze Klaus" beim alljährlichen Komba-Kabarett deutlich. Kein Witz: Die Zuhörer reagierten zunächst erstaunt, dann empört.

Neben städtischen Beschäftigten und Mitgliedern der Gewerkschaft Komba begrüßte Kreisverbandsvorsitzender Alfons Ernstberger auch zahlreiche externe Gäste. Manfred Meßner und Klaus Hartung waren einmal mehr in die Rollen der beiden Bundestagsabgeordneten geschlüpft und beleuchteten aus Sicht des schwarzen Klaus und roten Mane die aktuelle Situation. Sandy Klughardt spielte das Volk und konfrontierte die beiden Volksvertreter mit der harten Realität. Bissig und trotzdem recht lustig interpretierten die Protagonisten die Bundes-, Landes- und vor allem die Kommunalpolitik und mussten sich immer wieder das Kontra des Volkes gefallen lassen. Von der Frauenpolitik, über die "Volksbefragung light" im Freistaat bis hin zu den öffentlichen Unterlagen für Weidener Stadträte: die beiden ließen kein Thema aus. Sie kritisierten die Wiederbesetzungssperre im Rathaus und schlugen vor, diese auch auf den Stadtrat und den OB auszudehnen. Keine Gnade fanden Privatisierungstendenzen und der Bericht des Kommunalen Prüfungsverbandes.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.