Integration braucht Sprache

Beim Gespräch in der VHS diskutierten die Fachbereichsleiter angeregt mit dem Bundestagsabgeordneten. Von links: Geschäftsführer Stefan Frischholz, Stefanie Freitag (Bewegung/Tanz/Wellness), MdB Albert Rupprecht, Angelika Meindl (Gesundheitsbildung/Kreatives Gestalten), Leonhard Dietrich (Berufliche Bildung/Projektmanagement) und Harald Krämer (Sprachen/Gesellschaft). Bild: Steinbacher

Deutschkurse für Ausländer sind so gefragt wie nie. Der Volkshochschule fehlen jedoch die Lehrer.

Hauptthema war die Integration von Flüchtlingen: Vertreter der Volkshochschule Weiden schilderten Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht (CSU) in den neuen Räumlichkeiten Probleme und Entwicklungen, mit denen sich die Verantwortlichen derzeit auseinandersetzen müssen. Harald Krämer, Leiter der Bereiche Sprachen, Gesellschaft und Kultur, erläuterte die Schwierigkeiten auf dem Gebiet des integrativen Deutsch-Lernens. Kurse zu Deutsch als Fremdsprache (DaF) erwiesen sich momentan als wichtiges Standbein der VHS in Sachen Integration. Die Test-DaF-Kurse seien wichtig für Ausländer, die in Deutschland studieren wollen.

Die VHS habe den formalen Schlüssel zum Zugang für ausländische Studenten an Unis, betonte pädagogischer Leiter Leonhard Dietrich. Der Bedarf für mehr Kurse sei vorhanden, doch fehle es enorm an Lehrkräften. Albert Rupprecht informierte sich eingehend: Der Grundpfeiler für erfolgreiche Integration sei also Sprachkompetenz, doch dafür würde es an personellen Ressourcen mangeln. "Wie löst man den Lehrermangel?", fragte Rupprecht die Fachbereichsleiter. Dietrich machte den Vorschlag, auf Deutsch-Gymnasiallehrer, die derzeit keine berufliche Perspektiven hätten, zurückzugreifen. Die Qualifikation für DaF könnten nachgeholt werden.

Zumba und Pole-Dance

Das übrige Programm der VHS erfreue sich ebenfalls großer Beliebtheit, erfuhr Rupprecht von den Leitern. Im Fachbereich Fitness seien Zumba und Pole-Dance sehr beliebt, berichtete Verantwortliche Stefanie Freitag. Der Dauerbrenner Yoga werde zunehmend zielgruppenorientiert angeboten, es gebe auch Kurse für Kinder und Schwangere. Stolz ist Angelika Meindl auf die neue Küche im Haus. "Wir wollen die Leute wieder ans Kochen heranführen", sagte die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit und Kreatives Gestalten. Hierfür würden Kochkurse für alle Interessierten angeboten, vom Studenten bis zum Mitt-Dreißiger.

"Die klassischen Strukturen fallen weg, in denen Leute das früher gelernt haben", stellte Rupprecht fest. Er selbst könne sehr gut kochen, erzählte er. Nach dem Gespräch führte Geschäftsführer Stefan Frischholz den Bundestagsabgeordneten durch die Seminarräume und präsentierte die beiden Schmuckstücke, den Fitnessraum und die Küche.
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