Italienische Künstlerin zeigt ihre Gemälde in Weidener Galerie Recknagel
Hauch von Biennale

Zuletzt stellte Alice Psacaropulo 2006 in Deutschland aus. Das Italienische Kulturinstitut Berlin widmete der Triestiner Künstlerin eine Schau. Nun ist Gerald Recknagel und Silke Winkler von der "Galerie Recknagel im Vesten Haus" der Coup gelungen, eine der bedeutendsten zeitgenössischen Malerinnen Italiens nach Weiden zu holen. Ab Donnerstag, 22. Oktober, zeigen sie über ein Dutzend Werke der mittlerweile 94-Jährigen. Psacaropulo arbeitet seit über 70 Jahren als akademische Malerin. Bereits 1948 wurden ihre Werke auf der Biennale von Venedig vorgestellt. Sie stammt aus einer Triestiner Reederfamilie und studierte bei Biennale-Sieger Felice Casorati in Turin, dessen Kunstschule als eine der bedeutendsten im Italien des 20. Jahrhunderts gilt. Von einem subtil metaphysisch gezeichneten Novecento eines Casorati ist die Künstlerin zu einem persönlichen Postkubismus und Expressionismus übergegangen.

In der Folge hat sich die Formenstrenge aufgelöst. Ihre Bilder sind farbintensiv und voll suggestiver Kraft. Sei es, wenn sie dem Charme Venedigs huldigt oder Musiker und ihre Instrumente auf die Bühne ruft. Auch als Porträtistin hat sich die immer noch rüstige Frau seit 1944 auf rund Hundert Ausstellungen in einem Dutzend Länder einen Namen gemacht. Zur Vernissage am 22. Oktober um 19.30 Uhr hat sie ihr Kommen zugesagt. Die Werke sind bis 9. Januar zu sehen.
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