Jazz-Zirkel plant auch nach Jubiläumsjahr Besonderheiten
Beim Zirkel läuft’s rund

Das jetzige Führungsteam des Jazz-Zirkels mit dem Vereinsgründer Alfred Hertrich (links): Thomas Stock (von rechts), Dr. Reinhard Roth, Martin Kießling und Günter Geiß. Bild: Kunz

Das Jubiläumsjahr liegt hinter dem Jazz-Zirkel. "Das war für uns ein ganz besonderes", erklärte Vorsitzender Dr. Reinhard Roth. Und mit einem besonderen Angebot geht es weiter. Damit lockt der Zirkel sogar Berliner nach Weiden.

"Wir haben mit zahlreichen Sonderkonzerten unser 40-jähriges Jubiläum gefeiert", sagte Roth bei der Hauptversammlung im "Bistrot Paris". Ein besonderes Schmankerl nannte der Vorsitzende das Eröffnungskonzert mit dem Trio des Vereinsgründers Alfred Hertrich. "Das haben wir ganz bewusst so beschlossen. Wir wollten, dass derjenige, der den Jazz-Zirkel vor 40 Jahren ins Leben gerufen hat, auch die Konzertreihe eröffnen sollte."

Wie Roth ferner erläuterte, habe es auch viele andere hochkarätige Jazz-Konzerte zum Jubiläum gegeben. Besonders erwähnte er Jiri Stivin, den Prager Flötisten im Trio des "European Jazz Trios" um Gerd Dudek. Ebenso kam kammermusikalischer Jazz zu Gehör. "Wir haben auch dafür gesorgt, ein Konzert mitten im Herz der Stadt bei herrlichstem Wetter zu organisieren. Das Open Air auf dem Unteren Markt mit Fred Wesley war ganz hervorragend. Jeder, der dort war, spricht heute noch davon." Schließlich sei hier die Soul- und Funk-Schiene von einem der Protagonisten dieses Genres bedient worden. "Dieses Konzert war gratis für die Bevölkerung."

Immer mehr Besucher


Insgesamt könne man das Fazit ziehen, dass die Jazz-Zirkel-Konzerte immer besser besucht würden. "Von den letzten vier Konzerten waren drei komplett ausverkauft. Es mussten sogar Stühle zugestellt werden." Ein Höhepunkt sei das Konzert mit Tomasz Stanko im April gewesen. "Dazu sind sogar Jazz-Freunde bis aus Berlin angereist, die sich für dieses Ausnahmekonzert extra einen Tag freigenommen haben." Dass das Angebot immer größeren Zuspruch finde, liege nicht allein am Programm, sondern am Ambiente. "Das ,Bistrot Paris' ist die optimale Location für unsere Bedürfnisse und den Jazz." Und das habe sich in ganz Deutschland herumgesprochen.

Im Herbst habe es im Neuen Rathaus eine Ausstellung zum Jubiläum gegeben. Es sei längst an der Zeit gewesen, die alten Plakate in einer Gesamtschau zu präsentieren. "Die sind und waren schließlich unser unverwechselbares Erscheinungsbild." Dafür galt der Dank wiederum Vereinsgründer Hertrich, der jetzt im 41. Jahr die Plakate mit dem Vereinslogo gestalte. Roth sprach von einem "unverwechselbaren Charakter". Schon von Weitem erkenne man, dass es sich um ein "Jazz-Zirkel-Plakat" handle. Flankiert worden sei die Ausstellung mit alten NT-Artikeln über die Konzerte. "Nostalgie pur."

Teure Reger-Halle


Die Anschaffung eines Flügels habe der Verein unabhängig von der "unendlich teuer gewordenen" Max-Reger-Halle getätigt. "Konzerte hier konnten wir uns nur noch in Ausnahmefällen leisten." Beim Auftritt des Tomasz-Stanko-Quaretts vor zwei Wochen im "Bistrot" hätten sich die Besucher vom tollen Klang des neuen Flügels überzeugen können.

Mit Freude und Engagement plane man weiter. Am Mittwoch, 4. Mai, kommt Wolfgang Lackerschmid "Brazil" und spielt Samba und Bossa Nova im "Bistrot". Am 3. Juni sind Funk und Soul mit "Fazzoletti" eingebucht. Andrej Lobanov und die Metro Bigband spielen am 15. Juli Glenn Miller, Count Basie & Co. Am 1. und 2. August dreht sich alles um das 14. Weidener Jazzseminar.
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