Jetzt erst recht. Das ist die Devise von Timo Hofmann, der mit Steffen Kiederer die G(rößte) O(nkelz) N(acht) D(eutschlands) ausrichtet. Zum zehnten G.O.N.D.-Geburtstag kamen 11 000 Besucher nach Kreuth.
Lediglich 11 000 Gäste bei Familienfeier

Seit Rammstein ist Feuer auf der Bühne salonfähig. Sogar Helene Fischer setzt auf Pyrotechnik. Die Band 9MM (Bild) kann das schon lange.
7000 weniger als im Vorjahr. Das heißt aber nicht, dass es in Rieden leise war.

Jetzt erst recht. Bezogen auf die G.O.N.D. 2016. Denn trotz des Besucherrückgangs lassen sich Hofmann und Kiederer nicht runterziehen. Sieben der zehn Jahre, in denen das Festival ausgerichtet wurde, gingen in Kreuth über die Bühne.

Fünfmal war das Open Air im Vorfeld restlos ausverkauft. Mit der Wiedervereinigung der Böhsen Onkelz und den daraus resultierenden Auftritten (wie vor wenigen Wochen mit Hunderttausenden Besuchern am Hockenheimring) schwanden die Besucherzahlen beim Tribute Festival. Im Vorjahr waren immerhin noch 18 000 Besucher ins Vilstal gekommen. Heuer waren es nach offiziellen Angaben lediglich noch 11 000. Es hätten trotzdem mehr sein können. Kaum lag am Samstag die Zeitung mit dem Hinweis, dass es noch Tagestickets gibt, in den Briefkästen, erfolgte per Facebook um 10 Uhr die Meldung: "Wichtige Information zu den Samstag-Tagestickets + Ab sofort werden keine Tagestickets mehr für Samstag verkauft! Bitte weitersagen!" Laut Kiederer musste die Maßnahme kurzfristig ergriffen werden, da ein Ansturm aufs Gelände einfach nicht mit den vereinbarten Rahmenbedingungen des Festivals 2015 zu vereinbaren gewesen wäre.

47 Bands aus der Bühne

Alle, die vor Ort waren, feierten wieder ein gelungenes Fest. 47 Bands an drei Tagen, bestes Wetter und eine rundum gelungene Organisation sorgten dafür, dass sich die Besucher wohlgefühlt haben dürften - glaubt man den zahlreichen Einträgen auf der offiziellen Facebook-Seite. Höhepunkte waren die Auftritt von Megaherz und Kevin Russell, Sänger der Böhsen Onkelz, mit seiner Band Veritas Maximus am späten Samstagabend. "Hallo G.O.N.D. - lasst uns richtig rocken", begrüßte Russell die Fans vor der Bühne, die 11 000, die dort alle dabei gewesen sein sollten. Dann zog er sein Programm über 90 Minuten lang durch. Und verschwand, aber mit den Worten: "Wir werden uns wiedersehen, Kreuth!"

"Ein geiles Erlebnis"

Timo Hofmann und Steffen Kiederer zeigten am späten Samstagabend die ersten Ermüdungserscheinigungen, waren aber bester Stimmung. Vor allem Steffen Kiederer: "Was für ein geiles Erlebnis!" Der G.O.N.D.-Chef heizte am Samstagnachmittag mit seiner Band King Kong Deoroller erstmals selbst vor großem Publikum ein. "Als Veranstalter auf der Bühne zu stehen, zu sehen, wie die Leute dabei abgehen, das war für mich einfach genial", erzählt er, immer noch in seinem Bühnenkostüm des Nachmittags im Organisationsbüro sitzend. Auch für die gesamte Veranstaltung zog Kiederer ein positives Resümee. "Gut, heuer waren doch einige weniger auf dem Gelände. Was ich aber bis jetzt sagen kann - es war einfach wieder ein super geniales Zusammenkommen der Fans." Natürlich gebe es immer noch etwas zu verbessern: "Das Anreiseproblem haben wir in diesem Jahr ganz gut in den Griff bekommen. Von Jahr zu Jahr haben wir dazugelernt, haben nachgebessert. Dort, wo wir Probleme hatten." Aber: "Ich persönlich bin mit den aktuell kritisierten Maßnahmen, also Verkehr, Sanitär und so weiter, selbst nicht zufrieden. Das bekommen wir noch besser hin."

2016 wird es die G.O.N.D. wieder geben, das steht fest. In Kreuth. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Spätestens im März wollen die Organisatoren vermelden: G.O.N.D. vom 14. bis 17. Juli 2016 ist restlos ausverkauft. Jetzt erst recht.

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Alle Bilder im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/gond2015
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