Josef Piendl sorgte für einen unvergesslichen Literaturtage-Festabend beim Heimatring
Lieber "Bäff" als FC Bayern

Auch Literaturtage-Cheforganisatorin Sabine Guhl (vorderer Tisch, rechts) war vor "Bäffs" Späßen nicht gefeit. Viele der Besucher in der "Almhütt"n" lachten am Dienstagabend Tränen. Bild: hcz

"Dou de net o!", "Misch de net ei!" So lauten CD-Titel von Josef Piendl. Doch der als "Bäff" bekannte Humorist und Musikant tat sich ab, mischte sich ein - und sorgte für einen unvergesslichen Literaturtage-Festabend beim Heimatring.

Im - wie erwartet - voll besetzten "Almrausch"-Vereinsheim freuten sich Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl und Regionalbibliotheks-Chefin Sabine Guhl, darüber, dass so viele Weidener das Fußball-Topspiel Bayern-Porto dafür "links liegen" gelassen hatten. Die Buchhandlung Stangl & Taubald präsentierte Piendls Buch- und CD-Veröffentlichungen, die der Autor gerne signierte. Eine der Damen am Bücherstand wurde im Laufe des Abends zu "Bäffs" Liebling. Ihre zahlreichen Tätowierungen forderten den Sprüchemacher immer wieder zu charmanten Bemerkungen heraus.

Ein weiterer "Liebling" war Bärbel aus Norddeutschland. Sie hatte sich auf die Frage Piendls "geoutet", ob Besucher von außerhalb Weidens ebenfalls im Saal seien. "Wisst's ihr den Unterschied zwischen jemandem aus ,Meck-Pomm' und einem Bayern?", fragte Bäff. "Wenn ich bei einem Auftritt in ,Meck-Pomm' gefragt hätte, ob ein Auswärtiger da ist - der Bayer hätt sich staad g'halten!"

So musste Bärbel immer wieder kleine Sticheleien ertragen. Etwa wenn Bäff bayerische Ausdrücke speziell für sie nochmals auf Hochdeutsch wiederholte. Oder wenn er kommentierte: "Die Bärbel aus ,Meck-Pomm' lacht übers ganze Gesicht. Das ist sehr charmant, weil sie versteht's Meiste nicht."

Eigene Lieder ("Weil i Depp net na sog'n ka", "Das Bandscheibenlied", "Nimmst des zruck?"), die Bäff selbst mit der Gitarre begleitete, begeisterten die gut 150 Gäste ebenso wie seine hintersinnigen Betrachtungen über die Oberpfälzer Laute "ou" und "äi". Die Besucher bogen sich vor Lachen, als Bäff, der 15 Jahre als Hochzeitslader tätig gewesen ist, mit Gstanzln über Anwesende aufwartete. Sabine Guhl musste dran glauben, Buchhändler Martin Stangl und Altbürgermeisterin Elisabeth Kraus ebenso. Siedlerchef Edi Nickl wurde als Mitglied beim Obst- und Gartenbauverein auf seine "Randbepflanzung" auf dem Haupt angesprochen. Und "Gabriele" (Stadrätin Gabi Laurich) musste Bier für den Sprücheklopfer holen, "weil ja der Seggewiß nicht da ist".

Mit Witzen und Geschichtchen unterhielt der 1964 in Roding geborene Bäff gute zwei Stunden lang, bis er schließlich im Schlusslied bekannte: "Wos is denn des? Des is ja gor nix!"
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