Kulturnotizen Meckis Stimme ist verstummt

Grete Escher. Bild: hfz
Der Kunstverein Weiden trauert um eine Große der deutschen Comic-Welt, die 100-jährige Mecki-Texterin Grete Escher. 2012 würdigte er bei seiner Ausstellung "Mecki und Kollegen - von deutscher (Un)-Gemythlichkeit" ihre Leistung.

Gleichwohl die 1915 Geborene Generationen von Kindern der deutschen Nachkriegs- und Wirtschaftswunder-Welt seit 1949 als Meckis Stimme wegleitend beglückte, ist sie nun so gut wie unbekannt gestorben. Grete Escher bildete mit ihrem Ehemann, dem Zeichner Reinhold Escher, ein effektives Team, das 25 Jahre lang einen wesentlichen Teil der Igel-Bilder-Geschichten auf der Kinderseite von Hörzu ersann.

Die Recherche, die Plots und der warmherzige Text zu den Bildern in bester Bilder-Bogen-Tradition waren weitgehend der Verdienst von Grete Escher. Seit 2009 erscheinen die alten Mecki-Geschichten in einem Reprint des Esslinger Verlages.

Meckis Original-Stimme aber ist schon lange verstummt. Die Künstlerin litt seit vielen Jahre an einer Demenz, dabei liebevoll umsorgt von der Familie ihrer Tochter in der Schweiz, wo auch das Archiv der Escher-HörZu-Seiten untergebracht ist.
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