Kulturnotizen Verstorben: Rudolf Schieder

Rudolf Schieder. Bild: Wilck
"Kunst ist Aussage, Gestaltung und Leben", sagte Rudolf Schieder einmal. Hochbetagt, im Alter von 95 Jahren, verstarb der vielfach ausgezeichnete und mit Förderpreisen bedachte Künstler am 15. April. Der in Leuchtenberg (Kreis Neustadt/WN) geborene und später in Weiden lebende Maler und Grafiker fing mit Leidenschaft und emotionaler Hingabe über mehr als sechs Jahrzehnte sein künstlerisches Schaffen in einer unglaublichen Vielfalt von Techniken ein: in Federzeichnungen, Radierungen, grafischen Steindrucken, Kupferstichen, Holzschnitten bis hin zu Kreide, Aquarell, Gouache, Acryl und Öl - letztere auch mit dem breiten Pinsel oder der Spachtel aufgetragen.

Seine - intellektuell unterlegte - Kreativität provozierte in ihrer dynamischen Abstraktheit, in geradezu unbändiger Kontrast- und Monumentalwirkung - auf dem Sprung zum Expressionismus. Virtuos setzte Schieder das Farbenspiel ein. Zahlreichen Werken wohnt eine kraftvolle Explosivität inne. "Kunst muss nicht immer schön sein, sondern berühren."

Um den "bekennenden Humanisten" und zeitlebens großen Freund seiner Heimat Oberpfalz trauern besonders seine Frau Erika, die drei Kinder sowie der Oberpfälzer Kunstverein (OKV), dessen Ehrenmitglied er ist. Trauergottesdienst ist am Samstag, 25. April, um 10 Uhr in der Pfarrkirche Leuchtenberg.
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