Kunst ohne Fragenzeichen

Großes Lob gab es für die Künstler des Oberpfalzvereins bei der Ausstellungseröffnung (von links): Bürgermeister Jens Meyer, Günther Magerl, Günter Alois Stadler, Bürgermeister Lothar Höher, Eva Stadler-Fischer, Uwe Müller, Maria Strohmenger, Gerda Gillitzer, Willibald Strohmenger, Ernst Umann, Dr. Karl-Heinz Preißer. Bilder: Kunz (2)

"Hier werden Kunstwerke gezeigt, die mir keiner zu erklären braucht, damit ich sie verstehe." Das sei das Tolle an der Sache, sagte Heimatring-Chef Günther Magerl am Sonntag bei der Eröffnung der 36. Jahresausstellung des Arbeitskreises Kunst im Oberpfalzverein.

Weiden. (uz) Der Arbeitskreis feierte zugleich sein 40-jähriges Bestehen. Uwe Müller erhielt eine Urkunde. Er ist mit 30 Jahren Kunstschaffen der am längsten mitwirkende Künstler. Vorsitzender Günter Alois Stadler wurde für seine nunmehr 40-jährige Tätigkeit mit Blumen und Geschenken geehrt. 18 Aussteller zeigen unter dem Motto "Unsere Kunst" und "Heimat Oberpfalz" im Kulturzentrum Hans Bauer ihre Arbeiten.

In einem Rückblick ließ Stadler vier Jahrzehnte Arbeitskreis Kunst Revue passieren. Nach mehreren Aktivitäten, der Suche nach künstlerischer Tätigkeit, Malkursen, Mal-Ausflügen und Atelierbesuchen sei bei den 20 Künstlern, die sich im Jahr 1974 zusammengeschlossen hatten, schließlich der Wunsch gereift, die geschaffenen Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. "So kam es 1978 zur ersten Ausstellung im Kultursaal im Alten Schulhaus." Seitdem habe dort jedes Jahr im Herbst eine Jahresausstellung stattgefunden. Zwischenzeitlich sei die Zahl der Künstler auf über 40 gestiegen. Da immer 20 bis 25 Personen ausstellten, sei der Kultursaal der ideale und ausreichende Raum für die Gruppe.

Mit der Galerie im Alten Schulhaus habe man weitere Präsentationen für die Künstler mittels Sonderausstellungen anbieten können. Aber auch im City Center sei man schon präsent gewesen. Der Arbeitskreis bestehe aus einem festen Stamm treuer Mitglieder. Dazu gesellten sich immer wieder neue interessierte Mitwirkende.

"In diesem Kreis besteht reger Meinungsaustausch über Kunst und Leben in zwangloser Atmosphäre." Stadler sprach von einem Forum für alle Stilrichtungen. Eine Jury gebe es nicht. Jeder sei für seine Werke selber verantwortlich und dürfe sich nach eigener Vorstellung verwirklichen. Präsentiert würden wie auch in diesem Jahr wieder: Malerei, Grafik, Plastik, Keramik, Fotokunst, Objektkunst, Textilkunst und vielfältiges Kunsthandwerk. Die große Resonanz der Bevölkerung zum "Kunstgenuss bis Mitternacht" habe den Verein bewogen, die Jahresausstellung immer mit diesem Termin zu verbinden. Besonders hob Stadler die jährlichen Kulturfahrten hervor.

Chronik geplant

Bürgermeister Jens Meyer sprach von einer Bereicherung des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens der Stadt und überreichte eine Geldspende des Oberbürgermeisters. Stadler bot sich an, eine Chronik zu schreiben. Irgendwann mal, "wenn i Zeit hob". Grüße galten Oberpfalzvereins-Chef Dr. Karl-Heinz Preißer und Zweigvereinschef Willibald Strohmenger.

In diesem Jahr stellen aus: Peter Eichler, Gerda Gillitzer, Marie-Luise Haberl, Peter Haberl, Astrid Kick, Christine Kreuzer, Barbara Lindner, Astrid Maier, Gisela Maier, Sonja Bianca Maier, Christine Mößbauer, Uwe Müller, Hans Pöschl, Georg Raithel, Renate Schramek, Irmgard Schwabe, Gisela Walbrunn und Brigitte Werl.
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