Kunstverein veranstaltet Wettbewerb "Turmbau zu Weiden"
Bauen im Großformat

Stein auf Stein setzen Maria Seggewiß, Veit Wagner und Irene Fritz (von links). Ernst wird es aber erst beim Wettbewerb "Turmbau zu Weiden III". Er steigt am Samstag, 12. März. Bild: ptrt

Der Wettbewerb des Kunstvereins nennt sich "Turmbau zu Weiden". Doch im Gegensatz zu den Vorjahren geht es dieses Mal nicht nur darum, mit Gebilden aus Klötzchen dem Himmel so nahe wie möglich zu kommen. Die Wettstreiter haben am 12. März einen besonderen Bauauftrag.

"Wir wollen ein Baustein für eine gemeinsame Zukunft sein", erklärt die Kunstpädagogin Irene Fritz. Sie steckt gerade in den Vorbereitungen für ihre Aktion. Am Samstag, 12. März, ist es dann so weit. Der Kunstverein veranstaltet ab 14.30 Uhr zum dritten Mal den Wettbewerb "Turmbau zu Weiden". Neben Wolfgang Herzer und Irene Fritz vom Kunstverein ist auch Stadtrat Veit Wagner als Vertreter des AK Asyl am Projekt beteiligt. Schirmherrin ist Maria Seggewiß.

"Bauen im Großformat": Bei der kreativen Kunst-Baustelle sollen ungefähr 40 Teilnehmer die Möglichkeit bekommen, Kreativität und architektonisches Wissen in ihre Bauwerke einfließen zu lassen. Insgesamt 14 000 Steine stehen dem Kunstverein dafür bereits zur Verfügung. Doch in den Farben der Stadt, Grün und Rot, sind noch keine vorhanden. Für die Anschaffung werden Sponsoren gesucht.

Gemeinsam bauen


Dieses Jahr sind zum Bauprojekt auch junge Flüchtlinge eingeladen. Gemeinsam soll beim Wettbewerb mit den Steinen eine Stadt geschaffen werden. Ob Kirche, Rathaus, Museum oder Schule, den Teilnehmern stehen verschiedene Baumöglichkeiten offen. Im Kunstverein haben sie dann über zwei Stunden Zeit, ihr persönliches architektonisches Meisterwerk zu schaffen. Sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen dürfen antreten.

Besonderer Wert wird dieses Jahr auf die funktionelle Erkennbarkeit des Gebäudes gelegt. Die Teilnehmer haben außerdem die Möglichkeit, vorab im Kunstbau (Hinterm Wall 10) mit den Bausteinen zu üben (Termine: Freitag, 4. 3., Samstag 5. 3., und Fr 11. 3., je 14.30 bis 16 Uhr). "Man muss den Kindern den Weg dazu öffnen", weiß Fritz.

"Grüne Lunge"


Am Wettbewerbstag schließen sich an den Bau eine Brotzeit und die Preisverleihung an. Außerdem wird mit den Wettbewerbsteilnehmern ein gemeinsamer Ausflug zu einem besonderen Bauwerk geplant. Gleichzeitig zum Bauwettbewerb wird auch eine Ausstellung zum Thema "Gärten" im Kunstverein zu sehen sein. Sie startet bereits am Freitag, 4. März. "Das passt gut zu unserem Bauvorhaben", betont Fritz. Denn der Mensch sei ein zwiegespaltenes Wesen. "Zum einen liegt ihm die Kultur am Herzen, zum anderen die Natur", erklärt Herzer. Das sehe man auch an den Städten. Jede größere Stadt habe neben großen Bauwerken immer auch die Parks als "grüne Lunge". Weitere Infos und Anmeldung auf: www.kulturwerkstatt-info.de
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