Leukämiekranker Junge aus Weiden braucht Stammzellenspender
Robin (5) braucht Hilfe

"Wir schaffen das schon. Auch ein zweites Mal. Und nun endgültig." Die alleinerziehende Mutter Katharina Gorka bleibt zuversichtlich, dass ihr Sohn Robin den Blutkrebs besiegen wird. Allein aber schaffen die beiden das nicht: Sie brauchen Menschen, die bereit sind, Stammzellen zu spenden.
Kultur
Weiden in der Oberpfalz
21.05.2015
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Sieben, maximal acht Wochen geben die Ärzte dem kleinen Robin noch. Spätestens dann braucht der Fünfjährige, der zum zweiten Mal an Leukämie erkrankt ist, eine Stammzellentransplantation. Doch ein passender Spender fehlt. Eine Typisierungsaktion am Sonntag, 14. Juni, soll das ändern - vorausgesetzt die Menschen kommen.

Das Schicksal stellt Robin (5) und seine Mutter Katharina Gorka zum zweiten Mal auf eine harte Probe: Am 11. Februar kam der Blutkrebs bei dem Fünfjährigen zurück. Entdeckt hatten das die Ärzte an der Uniklinik Regensburg bei einer Routineuntersuchung. Ihr unterzog sich Robin, weil er bereits als Einjähriger gegen Leukämie gekämpft hatte. Das erzählt die Mutter am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Neuen Rathaus. Und wie wenig Wirkung die Chemotherapie nach dem Rückfall bei Robin zeigt. Die Folge: "Wir brauchen Stammzellen. Wir brauchen einen Spender."

Genau deshalb sitzt die 28-Jährige im Sitzungssaal, während Robin sich in der Chemotherapie-Pause zu Hause ausruht. Im Rathaus wird klar, es legen sich bereits mächtig viele Leute für das Kindergartenkind ins Zeug, das sich nur zu gern beim Wasserball verausgabt hat. "Als Robin nicht mehr im Training erschienen ist, habe ich von der Diagnose Leukämie erfahren", erzählt der Trainer der Wasserballabteilung des Schwimmvereins, Florian Modl. Sofort sei den Vereinsverantwortlichen um Vorsitzenden Reinhard Meier und Wasserball-Abteilungsleiter Irek Luczak klar gewesen: "Wir müssen was tun." Sie schalteten die DKMS ein - die Gesellschaft vermittelt Stammzellenspenden an Patienten -, sie gewannen den Oberbürgermeister als Schirmherrn für eine Typisierungsaktion , für die er 1500 Euro und am Sonntag, 14. Juni , die Realschulturnhalle öffnet. Doch ohne Menschen, die bereit sind zu spenden, war alles umsonst.

Christenpflicht erfüllen

"Ich sehe es als Christenpflicht an, Robin zu helfen", sagt Stadtpfarrer Markus Schmid von St. Josef. Der Fünfjährige gehört seiner Gemeinde an. Weiter sagt er, auch Andersgläubige müssten die Registrieraktion unterstützen, "weil das schlicht ein Akt der Mitmenschlichkeit ist". Helfen könne jeder: "Ob er nun ein paar Tropfen Blut gibt oder die Sache finanziell unterstützt."

Wie einfach das ist, erklärt Yvonne Renz von der DKMS. Es bedarf nur eines Pieks und fünf Milliliter Blut, "ein Teelöffel voll". Inklusive der Formalien dauere das Prozedere maximal 15 Minuten. Auch Geldspenden seien willkommen. Denn jede Typisierung und Spender-Registrierung in der weltweiten Datenbank kostet die DKMS 50 Euro. Geld, das Menschenleben retten kann. Zum Beispiel das des kleinen Robin.

Der Fünfjährige kämpft tapfer weiter: Am Dienstag muss er wieder zur Chemotherapie. Ab dann bleiben ihm noch sieben Wochen.



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Weitere Infos im Internet unter www.dkms.de und ab Montag unter www.robin-will-leben.de
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